Robotik

Thomas Günnel,

Studien „World Robotics 2009“ vorgestellt

Das beim VDMA Robotik+Automation geführte IFR Statistical Department, hat in zwei Studien, der „World Robotics 2009 Industrial Robots“ und der „World Robotics 2009 Service Robots“ die weltweite Nutzung von Industrie- und Servicerobotern untersucht. Demnach stagnierten die weltweiten Roboterverkäufe im Jahr 2008 auf dem bisher zweithöchsten Stand. Für den Bereich der Serviceroboter prognostiziert das IFR Zuwächse.

Nach einem starken Anstieg im ersten Halbjahr 2008, spürte auch die Roboterbranche die Folgen der Wirtschaftskrise. Dennoch sind mehr als 113.000 Roboter ausgeliefert worden, in den Fabriken waren weltweit über eine Million Industrieroboter installiert. In Deutschland - dem europaweit größten Markt für Industrieroboter - sind vor allem in der ersten Jahreshälfte 2008 rund 15.200 Roboter verkauft worden, vier Prozent mehr als im Jahr 2007.

Der Gesamtwert des Weltmarktes für Industrieroboter betrug im Jahr 2008, 6,2 Milliarden US $. In diesem Wert sind die Kosten für Software, Peripherie und Systementwicklung noch nicht enthalten, der Gesamtmarkt für Robotersysteme ist zwei- bis dreimal höher. Für das Jahr 2009 geht die IFR von einem weltweiten Rückgang der Lieferungen um rund 40 % aus - Bedingung ist die Erholung der Branche noch in diesem Jahr.

Der Rückgang in Europa wird mit 36 % beziffert. Erst in den Jahren 2010 bis 2012 rechnet die IFR mit dem Anstieg der Roboterverkäufe um insgesamt durchschnittlich 15 % auf etwa 100.000 Einheiten.

Zuwächse bei Servicerobotern

Im Bereich der Serviceroboter sind bis zum Ende des Jahres 2008 etwa 63.000 Einheiten für gewerbliche Anwendungen verkauft worden. Der Wert dieser Transaktionen betrug etwa elf Milliarden US $. Dabei stellen Roboter für Verteidigung, Rettung und Sicherheit etwa 30 % vom Gesamtabsatz dar. Darauf folgen Feldroboter - zum Beispiel Melkroboter - mit einem Anteil von 23 %, Reinigungsroboter mit neun Prozent und Roboter für den medizinischen Bereich sowie Unterwassersysteme mit acht Prozent. Roboter für die Bauwirtschaft (sieben Prozent), mobile Roboterplattformen (sechs Prozent) und Roboter in logistischen Systemen (fünf Prozent) belegen die folgenden Plätze.

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Die IFR sagt für die Jahre von 2009 bis 2012 eine Steigerung um weitere 49.000 gewerblich genutzte Serviceroboter voraus. Ein besonders hohes Wachstum sei dabei in den Bereichen Verteidigung, Rettung und Sicherheit zu erwarten, ebenso wie bei Feldrobotern, Inspektionsrobotern, Robotern in der Logistik sowie der Medizintechnik und mobilen Roboterplattformen.

Serviceroboter für den privaten Gebrauch werden in der Statistik separat aufgeführt, da deren Stückwert in der Regel nur einen Bruchteil der meisten Serviceroboter in gewerblichen Anwendungen ausmacht. Bislang sind Serviceroboter im privaten Gebrauch vor allem als Staubsauger- und Rasenmähroboter sowie Spielzeug- und Lernroboter zu finden. Auf diesem Gebiet prognostiziert das IFR von 2009 bis 2012 einen Absatz von fast zwölf Millionen Stück - im Wert von drei Milliarden US $.

Die vollständigen Studien „World Robotics 2009 Industrial Robots" und „World Robotics 2009 Service Robots" - Letztere wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA in Stuttgart erstellt - sind auf der Webseite des IFR Statistical Department erhältlich.

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