Fraunhofer IPA

Andrea Gillhuber,

Robotics Institute Germany mitbegründet

Das Fraunhofer IPA ist Mitgründer des Robotics Institute Germany, in dem die deutsche Spitzenforschung zu KI-basierter Robotik gebündelt werden soll.

© RIG / Daniel Delang

Als Mitgründer des Robotics Institute Germany (RIG) bringt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sein Fachwissen rund um anwendungsorientierte Forschung, Technologietransfer und Open-Source-Software ein.

Insgesamt 21 renommierte Robotik-Standorte in Deutschland sind beteiligt. Dazu zählen acht Universitäten, neben dem Fraunhofer IPA noch die beiden Fraunhofer-Institute IOSB und IML sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und -verbünde. Hinzu kommen derzeit 19 assoziierte Partner.

Ziel ist es, dass das RIG mit der Robotik an Innovationen in der Chemie, der Pharmazie und der Automobilindustrie anschließt, die Deutschland in der Vergangenheit als Industrienation etabliert und über Jahrzehnte Wohlstand und Wachstum gesichert haben. Die Ausgangsbedingungen sind gut: Fachleute aus Deutschland gehören zur internationalen Spitze in der KI-basierten Robotik und haben wesentliche Beiträge zur globalen Robotik-Landschaft geleistet. Jetzt gilt es, diese wertvollen Ressourcen zu bündeln, strategisch zu stärken und diese zu einem Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft auszubauen.

Beiträge des Fraunhofer IPA zum RIG

Das Fraunhofer IPA bringt Fachwissen rund um anwendungsorientierte Forschung, Technologietransfer und Open-Source-Software ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den folgenden drei Bereichen:

  • Mit der freien Middleware »Robot Operating System« (ROS), der Initiative ROS-Industrial sowie der Veröffentlichung von Open-Source Software fördert das Institut den Technologietransfer in die Industrie. Das Fraunhofer IPA leitet den europäischen Ableger der Initiative bereits seit zehn Jahren und verfügt damit über umfangreiches Wissen und ein starkes internationales Netzwerk.
  • Mit seinem Fokus auf die angewandte Forschung trägt das Fraunhofer IPA zur Roadmap rund um KI-gesteuerte Roboter bei. Durch das Engagement in verschiedenen Gremien, Organisationen und Verbänden national wie international kann das Institut strategisches Wissen aus erster Hand beisteuern.
  • Zudem bietet das Fraunhofer IPA zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachleute rund um die Entwicklung und den Einsatz von KI-gesteuerten Robotern.

Angela Schoellig vom Konsortialführer, der Technischen Universität München, und RIG-Sprecher Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie stellten das RIG-Konzept im Juni auf der Konferenz »KI-basierte Robotik« in Berlin vor. Bisher ist die Laufzeit des dezentralen Verbunds auf vier Jahre angesetzt. Start war der 1. Juli 2024, das Kickoff-Meeting fand am 29. und 30. Juli in Garching bei München statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Aufbau des RIG in der ersten Phase mit 20 Millionen Euro.

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