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Kuka bestellt neuen Vorstand
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 ist der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Kuka AG, Dr. Till Reuter (41), kommissarisch in das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens bestellt worden. Der Aufsichtsrat beschloss dies einstimmig im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 29. September.
Reuters Amtszeit endet 2010 und ist damit auf ein Jahr begrenzt. Begründet ist dies im Aktiengesetz. Demnach darf der Aufsichtsrat einzelne seiner Mitglieder für höchstens ein Jahr zu Vorstandsmitgliedern bestellen. Bis zum Ablauf der Amtszeit soll ein dauerhaft tätiger Vorstandsvorsitzender das Amt antreten. Nach eigenen Aussagen steht die Kuka AG in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Kandidaten, die Anfang 2010 verfügbar sind.
Das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden legte Reuter nieder. Ihm folgt das Aufsichtsratsmitglied Bernd Minning - ebenfalls nach einstimmiger Wahl. Als neuer Finanzvorstand wurde Stephan Schulak (41) bestätigt. Ein leitender Geschäftsführer soll zeitnah benannt werden.
Dr. Horst J. Kayser und Dr. Matthias J. Rapp scheiden mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2009 aus dem Vorstand der Gesellschaft aus.
Till Reuter hat in der Vergangenheit die Familie Grenzebach - die knapp 30 Prozent der Anteile der Kuka AG hält - beraten. Über seine Schweizer Beteiligungsgesellschaft Rinvest AG ist Reuter zudem direkt mit 1,9 Prozent an Kuka beteiligt.
Reuter absolvierte ein Doppelstudium in BWL und Jura an der Hochschule St. Gallen und der Universität Konstanz und promovierte in St. Gallen. Seine ersten Berufsjahre verbrachte er als Anwalt in New York, Sao Paolo und Frankfurt. Danach arbeitete er zehn Jahre im Investmentbanking bei Morgan Stanley, der Deutschen Bank und Lehman Brothers, bis er sich im Mai 2008 mit der Rinvest AG selbstständig machte.










