Effizient produzieren
„Green Automation“ als Leitthema
Zusammen mit dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation und dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) haben die Veranstalter der Automatica die Initiative „Green Automation“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Produkte und Produktionen nachhaltiger zu gestalten.
Mit der neuen Initiative will die Automatisierungsbranche ihre umweltpolitische Verantwortung wahrnehmen und die Vision einer „grünen" Welt aktiv mitgestalten. Dabei gehe es nicht nur um die umweltfreundliche Gestaltung von Produktionsprozessen, sondern auch darum, ressourcenschonenden Technologien mittels innovativen Lösungen der Robotik und Automation überhaupt zum Durchbruch zu verhelfen.
Aus diesem Grund haben die Veranstalter der Automatica 2010 die Initiative „Green Automation" gar zu einem Leitthema der Messe ausgerufen. Beispiele für ressourcenoptimal gestaltete Automatisierungstechnik sind Pneumatikkomponenten mit minimalem Druckluftverbrauch, Greifer und Werkzeuge aus Leichtbautechnik oder Software zur Planung energieoptimierter Bahnen für Robotersysteme. Viele Hersteller bieten längst Lösungen zur Ressourcenoptimierung, Energieeffizienz, Reduzierung der Schadstoffemission oder Energierückgewinnung.
Dabei ist es insbesondere wichtig, sämtliche Betrachtungen bezüglich der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes beziehungsweise einer Technologie durchzuführen. Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation, hierzu: „Der intelligente Umgang mit Ressourcen wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen. Die Hersteller von Automatisierungstechnik erschließen ihren Kunden erhebliche Einsparpotenziale und sind mit ihrer Engineering-Kompetenz die Ermöglicher neuartiger Lösungen, die „grüne" Produkte überhaupt erst möglich und bezahlbar machen.
Video:
Automatisch grün - mit Robotik und Automation nachhaltig wirtschaften
Als Leitexponat der Initiative „Green Automation" ist auf der Messe ein mobiler Seilroboter des Fraunhofer IPA zu sehen. Daran wird gezeigt, wie die Vision der Montage von großen Solaranlagen etwa für sauberen Strom aus der Wüste realisiert werden kann. Gleichzeitig demonstriert das Exponat die Leistungsfähigkeit „mechatronischer Exzellenz".
In der Umsetzung lebt die Idee davon, Sonnenenergie durch die großflächige Installation von Millionen Solarkollektoren in Nutzenergie zu wandeln. Das Exponat soll dabei anschaulich belegen, dass diese Vision der sauberen, grünen Energie nur tragfähig wird, wenn auch bei der Installation entsprechend „grüne" Technologien zum Einsatz kommen. So erschließen Seilroboter mit ihren sehr großen Arbeitsräumen, erheblichen Nutzlasten und ihrer hochgradig effizienten Kraftübertragung gänzlich neue Anwendungsfelder für die Automatisierung.











