Robotik

Günter Herkommer,

Fraunhofer-Institut präsentiert Ergebnisse des Forschungsprojekts SMErobot

Im Rahmen einer Zweitagesveranstaltung wurden Mitte Mai am Institutszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft Stuttgart die Ergebnisse des von der EU geförderten Projektes SMErobot vorgestellt. Ziel des dahinter stehenden Konsortiums europäischer Roboterhersteller, Systemintegratoren und Hersteller von IT-Lösungen war es, eine neue Robotergeneration insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln.

Ausgangspunkt des am 1. März 2005 gestarteten Forschungsvorhabens war die Erkenntnis, dass marktübliche Robotiklösungen für viele kleine und mittlere Unternehmen zu unflexibel, zu groß oder zu teuer sind. Dementsprechend forschten die Projektpartner die letzten vier Jahre in Richtung einer völlig neuen, modularen und interaktiven Robotergeneration, die schnell zu installieren sowie leicht zu bedienen ist und durch ihre kostengünstige Auslegung die Wettbewerbspotenziale der Automatisierungstechnik für Europas Mittelständler erschließen soll. Die drei Kernvorgaben dabei:

 

  1. Der neue Roboter soll leicht erlernbare, „intuitive“ Befehle verstehen, so dass ihn auch Computer-Laien einweisen können.
  2. Er soll alle Sicherheitsvoraussetzungen erfüllen, damit er den Arbeitsplatz mit menschlichen Kollegen teilen kann.
  3. Er soll binnen drei Tagen installiert und in Betrieb genommen werden können.

Während der zweitägigen Abschlussveranstaltung konnten die Teilnehmer eine Reihe der Projektergebnisse live erleben, darunter zum Beispiel:

 

  • ein neuartiges Robotersystem auf der Basis einer parallelen Kinematik, das gleichzeitig hohe Steifigkeit, geringe Kosten sowie Modularität kombiniert,
  • moderne Plug-and-Play-Technologien als Ersatz von aufwändigen manuellen Verkabelungen und Anlagenkonfigurationen 
  • Sicherheitssysteme und -lösungen für die sichere Mensch-Roboter-Kooperation
  • einfache, automatisierte Programmerstellung mit und ohne CAD-Daten durch den Einsatz von Sprache, graphischen Symbolen oder dem Programmieren durch Vormachen
  • elektrische Antriebe höchster Leistungsdichte sowie neuartige steifigkeitsgeregelte Robotergelenke
  • 3-D-Scanner, die Objekte in Echtzeit dreidimensional modellieren und erfassen,
  • mikrosystemtechnische Kraft/Drehmomentsensoren für feinfühlige Bearbeitungsaufgaben zu einem Bruchteil der heute noch erforderlichen Kosten
  • flexible Greiftechnik und robotergeführte manuelle Werkzeuge für mittelständische Produktionen
  • Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbewertungen durch ein anwendungsfreundliches, rechnergestütztes Instrument zur Lebenszyklusbewertung
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Die neuen „Helfer“ sollen künftig in vielen Betrieben mit anpacken können, ob bei der Bearbeitung von Holz, Metall, Gummi, Keramik oder Plastik, ob zum Bohren, Fräsen, Montieren oder Handhaben.

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