ZVEI-Zahlen
Elektroexporte über Vor-Krisen-Niveau
Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im Juni 2010 um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit fast 13 Mrd. Euro lagen die Ausfuhren sogar über dem Juni-Wert des Vor-Krisen-Jahres 2008.
Im ersten Halbjahr 2010 summierten sich die Elektroausfuhren auf 67 Mrd. Euro - verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres ist das ein Zuwachs von 22 %. Die höchsten Zuwächse verzeichnete die Branche bei Ausfuhren nach Brasilien (plus 56 %) und China (plus 50 %).
Nach ZVEI-Angaben profitieren derzeit alle Fachbereiche der Elektroindustrie von der dynamischen Ausfuhrentwicklung. Die höchsten Exportsteigerungsraten verzeichneten im Juni die Bereiche Unterhaltungselektronik, Schienenfahrzeuge und Elektronische Bauelemente mit einem Exportplus von jeweils mehr als 50 %. Im gesamten ersten Halbjahr entwickelten sich die Zweige Fahrzeugelektrik und Elektronische Bauelemente mit einem Wachstum von jeweils fast 40 Prozent besonders stark.
Eine Umfrage des ZVEI ergab, dass 90 Prozent der Unternehmen im Exportgeschäft vom schwachen Euro profitieren. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat der Euro gemessen an den für die deutsche Elektroindustrie wichtigsten Währungen an Wert verloren.
Verglichen mit den Währungen der zehn größten Abnehmerländer elektrotechnischer und elektronischer Produkte und Systeme lag das Minus bei mehr als sechs Prozent - bei Währungen der weltweit zehn bedeutendsten Elektro-Produktionsländer bei elf Prozent.










