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Schwerpunkt

TE Connectivity

Lavanya Manohar | Redaktion: Inka Krischke,

Die Rolle der Verbindungstechnik

Verbindungstechnik spielt im Gesamtsystem eines mobilen Roboters eine Schlüsselrolle: Sie stellt Energie, Daten und Safety bereit, ermöglicht Vernetzung mit Cloud- und IT-Systemen und schafft die Basis für modulare, wartungsfreundliche Plattformen.

© TE Connectivity

Im Gesamtsystem eines mobilen Roboters übernimmt Verbindungstechnik drei zentrale Aufgaben: Sie versorgt Motoren, Antriebe und Leistungselektronik mit Strom, überträgt Signale zwischen Sensoren, Aktoren und Steuerung und stellt sicher-heitsrelevante Funktionen über Relais und abgesicherte Schnittstellen bereit. Gleichzeitig ist sie der physische Enabler für Vernetzung und Intelligenz: Über industrietaugliche Ethernet-, TCP/IP- und Cloud-Anbindungen kommuniziert der Roboter mit Leitständen, anderen Robotern oder übergeordneten IT-Systemen und kann seine Aufgaben flexibel ändern. Fehlt diese Infrastruktur, kann der Roboter weder fahren noch kommunizieren oder umprogrammiert werden.

Mechanische und elektromechanische Verbindungselemente

In mobilen Robotern kommen sowohl klassische mechanische Verbindungselemente als auch spezialisierte elektromechanische Komponenten zum Einsatz. Schrauben, Klammern und Schnellverschlüsse fixieren Module, Schutzabdeckungen oder ganze Funktionsbaugruppen und ermöglichen einen schnellen Austausch im Servicefall. Ergänzt werden sie durch ein breites Spektrum an Verbindungslösungen: Ethernet-Steckverbinder, Reihenklemmen, Stromversorgungen, Lade- und Hochstromkontaktoren, Relais, Filter, Wire-to-Board-Steckverbinder, konfektionierte Kabelbäume sowie Schnellsteck- und Schnelltrennsysteme. High-Density-Kontaktoren und mehrpolige Power-und-Signal-Steckverbinder bündeln Leistung, Steuer- und Datensignale platzsparend in einer Schnittstelle und erleichtern den modularen Aufbau.

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Anforderungen durch raue Umgebungen

Blind-Mate-Lösungen für Docking- und Ladeschnittstellen. © TE Connectivity

Der Alltag mobiler Roboter ist hart: Vibrationen durch unebene Böden, Stöße beim Andocken, Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Staub wirken permanent auf alle Komponenten. Die Verbindungstechnik muss daher hohen mechanischen Belastungen standhalten, definierte IP-Schutzarten erfüllen und strengen Sicherheitsanforderungen wie zum Beispiel UL-Zertifizierungen genügen. Gleichzeitig stehen Konstrukteure unter Druck, Gewicht zu reduzieren und Baugruppen zu miniaturisieren, damit kleinere Plattformen mit höherer Nutzlast realisiert werden können. Dies führt zu steigenden Packungsdichten im Schaltschrank des Roboters. Wartungsfreundlichkeit bleibt trotzdem Pflicht: Stecker müssen eindeutig codiert, gut zugänglich und auch in engen Einbauräumen sicher lösbar sein, damit Module oder komplette Funktionsgruppen im Feld schnell getauscht werden können.

Lösungen für Stabilität und Modularität

HDC Floating Charge-Steckverbinder ermöglichen sowohl den Stromals auch den Signalfluss in einer kompakteren Lösung. © TE Connectivity

Eine Herausforderung liegt in der Kombination aus Stabilität im laufenden Betrieb und Modularität über den gesamten Lebenszyklus. Moderne Steckverbinder setzen deshalb auf niedrige Steckkräfte bei gleichzeitig hohen Haltekräften. So lassen sich Verbindungen von Hand oder durch automatisierte Prozesse leicht herstellen, bleiben aber auch unter Schock und Vibration zuverlässig verrastet. Möglich machen das optimierte Kontaktgeometrien, innovative Feder- und Terminalkonstruktionen sowie ein durchdachtes Sicherheitsdesign der gesamten Schnittstelle. Blind-Mate-Lösungen für Docking- und Ladeschnittstellen erlauben es mobilen Robotern, sich wiederholt präzise zu koppeln, ohne Kontakte oder Gehäuse zu beschädigen.

Übertragung von Energie- und Datenströmen

Für die sichere Übertragung von Energie und Daten investieren Verbindungstechnik-Hersteller in Isolationstechnologien, Crimp- und Kontaktierungskonzepte, passende Werkzeuge und geprüfte Normen. Entscheidend sind stabile Übergangswiderstände, EMV-gerechtes Design und reproduzierbare Verarbeitungsprozesse. Für Sensorik, Motor-steuerung und Batteriemanagementsysteme kommen hochpolige Hochleistungssteckverbinder, High-Density-Kontaktoren, mehrpolige Power-und-Signal-Steckverbinder sowie RJ45- und Ethernet-Schnittstellen zum Einsatz. Sie müssen hohe Ströme, schnelle Datenraten und robuste Echtzeitkommunikation zuverlässig abbilden, häufig über viele tausend Steckzyklen.

Weiterentwicklung der Verbindungstechnik

Lavanya Manohar ist VP of Strategy, Marketing and Business Development bei TE Connectivity mit Fokus auf den Bereich Automation and Connecting Living. © TE Connectivity

Die steigenden Anforderungen der mobilen Robotik prägen die Weiterentwicklung der Verbindungstechnik. Im Fokus stehen höhere zulässige Steckzyklen, extra niedrige Steckkräfte und gleichzeitig hohe Rückhaltekräfte, um Montage und Automatisierung in der Fertigung zu vereinfachen. Robuste, IP-geschützte und langlebige Gehäuse sorgen dafür, dass Schnittstellen auch bei häufigen Koppelvorgängen und harten Umgebungsbedingungen funktionsfähig bleiben. Parallel schreitet die Miniaturisierung voran: Kompakte Steckgesichter mit hoher Polzahl und integrierter Sensorik ermöglichen neue, datengetriebene Servicekonzepte. Nicht zuletzt werden Terminierungsprozesse durch automatisierbare Crimp- und Anschlusslösungen vereinfacht, was Fehler reduziert und die Qualität über große Stückzahlen hinweg sichert. 

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