DSAG-Umfrage zum SAP-Support:

Stefan Kuppinger,

Standard-Support genießt hohe Akzeptanz

Heftige Diskussionen zwischen SAP und Anwendern über die künftige Support-Strategie führten 2009 zum Einlenken von SAP: Der Standard-Support wurde beibehalten. Die im Sommer 2010 von der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) durchgeführte Mitgliederbefragung belegt die Akzeptanz dieser Regelung.

Der Standard-Support steht bei den DSAG-Mitgliedern im deutschsprachigen Raum weiterhin hoch im Kurs. Über die Hälfte der DSAG-Mitglieder setzen nach wie vor auf das „einfachere" Support-Modell, wobei der Anteil am gesamten deutschsprachigen Markt noch sichtbar höher sein dürfte. Das hat die Umfrage unter den DSAG-Mitgliedern ergeben, an der knapp 700 Personen teilnahmen. „Die hohen Nutzungszahlen von Standard Support hängen unter anderem mit dem Reifegrad der Installationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen", kommentiert Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorstandsvorsitzender, die Zahlen. Daher reicht vielen Unternehmen heute noch das einfachere und kostengünstigere Support-Modell aus, mit dessen Umfang und Leistungsfähigkeit fast 80 Prozent der Befragten zufrieden sind.

Die Zahl liegt um einiges höher als beim Enterprise-Support, den fast 44 Prozent nutzen. Dazu Oczko: „Das könnte daran liegen, dass zum einen die Erwartungshaltung an Enterprise-Support höher ist oder zum anderen sich die Kunden bisher nicht mit dem Angebot beschäftigt haben." Etwas mehr als fünf Prozent der Unternehmen haben eine gesonderte Support-Vereinbarung für Großkunden.

Als dritten Punkt wurde die Wechselbereitschaft bei den Support-Modellen abgefragt: Diese liegt momentan auf einem sehr niedrigen Niveau. Zum nächsten Stichtag (30. September) wollen nur 0,5 Prozent der Mitglieder ein „Upgrade" auf den Enterprise-Support nutzen. Dagegen werden laut DSAG-Umfrage drei Prozent wieder zum Standard-Support wechseln.

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