ERP-Software der Zukunft
Software-Cluster startet Forschungsprojekte
Im Rahmen von drei Forschungsprojekten des Software-Clusters werden mehr als 80 Forscher in den nächsten Jahren intensiv an der Unternehmenssoftware der Zukunft arbeiten.
Der „Software-Cluster" - ein Zusammenschluss von Softwareanbietern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus den Regionen Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf - forscht auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware als „Betriebs-System" für beliebige Firmenstrukturen und -größen. Die Mitglieder des Strategieboards des Software-Clusters haben am 7. Juli in Saarbrücken eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und die ersten drei Forschungsprojekte aufgelegt.
Mehr als 80 Forscher werden in den nächsten fünf Jahren (Projektende 03/2015) intensiv an der Unternehmenssoftware der Zukunft arbeiten. Über 30 Millionen Euro werden in der ersten Phase investiert. Die Projekte beginnen in Kürze und befassen sich mit:
- Grundlagen emergenter Software,
- Prozessinnovationen in der Softwareindustrie und
- Software-Cluster-Management
Die Projekte bilden die Grundlage für weiterführende Forschungen. Das gesamte Investitionsvolumen soll 80 Millionen Euro erreichen, wovon das Bundesministerium für Bildung und Forschung 40 Millionen Euro als Forschungsförderung in Aussicht stellt.
Die Projekte
Das Projekt „Grundlagen emergenter Software" befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung grundlegender Methoden, Techniken, Algorithmen und Datenstrukturen für „emergente" Software. Der Begriff der emergenten Software steht für eine neue Kategorie von verteilten, innovativen Informationssystemen, die unternehmensübergreifend aus dem Zusammenspiel einzelner Komponenten und Dienstleistungen im Internet entstehen und dadurch eine qualitativ höhere Leistungsfähigkeit aufweisen. Emergente Software passt sich an die Anforderungen aus dem Markt und im Geschäftsumfeld an, unterstützt komplexe und dynamische Unternehmensnetzwerke.
Das Projekt „Prozessinnovationen in der Softwareindustrie" soll die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Softwareunternehmen vorantreiben - mittels der Entwicklung betriebswirtschaftlicher Methoden zum Management von Innovationsvorhaben. Übergreifende Zielsetzung ist, die Prozesse rund um die Produktion von Software zu erforschen und weiter zu industrialisieren.
Dies reicht vom Geschäftsmodell über Softwareentwicklungsprozesse bis hin zur Umsetzung in sogenannten Living Labs - das sind Forschungslabore, in denen Protoypen neuer Produkte entwickelt und marktreife Produkte gemeinsam mit künftigen Anwendern getestet werden.
Das Projekt „Software-Cluster-Management" kümmert sich vor allem darum, die Generierung von Wissen innerhalb der Projekte und die nachhaltige Weiterentwicklung des Clusters zu steuern.









