Digitale Fabrik / Engineering

Stefan Kuppinger,

Schrittketten automatisch generieren

Siemens ergänzt die interdisziplinäre Engineering-Plattform Automation-Designer: Im April erstmals vorgestellt, können mit dem zur SPS/IPC/Drives freigegebenen Sequence-Designer jetzt erstmals S7-Schrittketten auf Basis von Ablaufbeschreibungen per Mausklick generiert werden.

Steffen Weber, Leiter Business Consulting Automation Designer: „Auf Basis der von Mechanik- und Elektrokonstruktion erstellten grafischen Ablaufbeschreibung erzeugt Sequence-Designer Schrittketten in Simatic S7-Graph.“

Der objektorientierte Automation Designer ermöglicht beim Engineering von Anlagen einen ganzheitlichen Blick auf die Daten aus Mechanik, Elektrokonstruktion und Automatisierung. „Der zur SPS/IPC/Drives marktreife Sequence-Designer führt die bislang getrennten Welten aus Mechanik und Elektrokonstruktion zusammen“, erklärt Steffen Weber, Leiter Business Consulting Automation Designer. Damit lassen sich komplexe Funktionsabläufe für Maschinen oder Anlagen grafisch projektieren und in mechanischer wie auch elektrischer Sicht darstellen.

„Datentechnisch arbeiten mechanische Ablaufbeschreibung und Automatisierung in einem System“, präzisiert Weber, „was den zeitaufwendigen und fehlerträchtigen Datenaustausch zwischen den Disziplinen deutlich reduziert.“ Sind alle Parameter aus der mechanischen Projektierung eingegeben oder importiert worden, stehen diese Daten umgehend in der elektrischen Sicht zur Verfügung. Ebenso wird jede Ablauf-Änderung in einer der Sichten automatisch in die andere Sicht übertragen. „Besondere Vorteile bietet Sequence-Designer durch die vollständige Generierung von SPS-Schrittketten in S7-Graph“, nennt Weber ein Highlight.

Neben der manuellen Eingabe kann der Sequence-Designer Abläufe automatisch aus vorgelagerten Planungsprozessen importieren, zum Beispiel Gantt-Charts oder Impulsdiagramme. „Mechanische Ablaufbeschreibungen liegen häufig in unterschiedlichsten Datenquellen vor, beispielsweise in AutoCAD, Excel oder sogar auf Papier und waren für die SPS-Programmierung bislang nicht digital verwendbar“, so Weber. Über standardisierte Schnittstellen können aus unterschiedlichen Quellen diese Daten eingelesen oder erstellte Ablaufpläne für andere Applikation exportiert werden.

Vorhandene Softwarewerkzeuge lassen sich ebenso in Automation-Designer aufgrund dessen offener Systemarchitektur weiterverwenden und in ein gemeinsames Datenmanagement integrieren, angefangen von der Übernahme der Daten aus der Planungsphase über das Projektieren der Automatisierungslösung bis hin zum laufenden Betrieb.

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