Feinplanung mit Hardwarebeschleuniger

Stefan Kuppinger,

MES-Anbieter Coscom nutzt DirectX-Technologie

Die Firma Coscom setzt im Rahmen ihrer auf der Hannover Messe vorgestellten Leitstand-Lösung ProXIA auf DirectX-Technologie und nutzt darüber die Rechenleistung heutiger Grafikkarten für die Darstellung und Berechnung von Fertigungs-Netzwerken.

Coscom-Geschäftsführer Michael Platzner: „Die Innovationen bei unserem Leitstand stecken in der verwendeten DirectX-Technologie und dem darauf basierenden Bedienkonzept.“

Mit der komplett neu entwickelten Leitstand-Lösung zur fertigungsnahen Feinplanung und -steuerung lassen sich Fertigungskapazitäten besser nutzen sowie die Lager- und Umlaufbestände reduzieren. Und mindestens ebenso wichtig: Man kann bedeutend schneller und flexibler mit unvorhergesehenen Situationen wie Laständerungen und Maschinenausfällen im Fertigungsumfeld umgehen. Dazu setzt der Anbieter von CAD/CAM-Lösungen und MES-Funktionen auf die in 3D-CAD-Systemen wie auch Spiele-Konsolen verwendete DirectX-Technologie. „ProXIA ist für uns die größte Neuentwicklung in der über dreißigjährigen Firmengeschichte,“ zeigte Coscom-Geschäftsführer Michael Platzner die Bedeutung der Software auf der Hannover Messe auf. ProXIA verfügt über Funktionen, die man laut Platzner bisher am Markt vergeblich sucht.

Beispielsweise ist auf Grund der interaktiven, von Coscom patentierten Gantt-Darstellung, ein animiertes Drag and Drop von einzelnen Aufträgen möglich, wie auch das beliebige Zoomen in und aus Fertigungsplänen oder das Anzeigen von Auftragsnetzwerken. Dies erleichtert laut Produktmanager Peter Kirsch die Arbeit, macht das Planungsergebnis nachvollziehbar und verkürzt die Planungszeit drastisch.

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Wegweiser durch das Termin-Labyrinth

Als unterhalb der ERP-/ PPS-Ebene arbeitende Leitstan-Lösung informiert die Planungssoftware maschinennah über die aktuelle Auftrags-, Ressourcen- und Materialsituation. Per Drag and Drop lassen sich unterschiedliche Szenarien simulieren. Produktionsplaner oder Schichtführer können dann die beste Variante wählen und anschließend umsetzen. Das können ebenso Eilaufträge oder veränderte Auftragsprioritäten sein, wie die kurzfristige Kompensation eines Maschinenstillstands oder von fehlendem Material. Dazu Platzner: „Mit wenigen Mausklicks lässt sich in allen diesen Fällen blitzschnell und unter Berücksichtigung der Terminsituation eine neue Maschinenbelegung generieren.“ Zudem kann per Simulation schnell geprüft werden, ob es sich eventuell lohnt, eine zweite oder gar dritte Schicht zu fahren, um alle Termine zu halten.

 

Die Systemumgebung

Die Gantt-Darstellung macht die Simulationsergebnisse transparent.

Die Software ist mit ERP-/ PPS-Systemen wie SAP, Infor oder Microsoft Dynamics über eine bidirektionale Schnittstelle kombinierbar und wird mit einem MES-/ BDE- / MDE- / PZE-System für die Erfassung von Betriebsdaten, Maschinendaten und Personalzeit betrieben. Vorgänge aus diesem System werden in ProXIA grafisch dargestellt.

Die Basis der Berechnungen und Simulationen bilden Stammdaten, die in einer zentralen Datenbank verwaltet werden und auf die auch andere Applikationen zugreifen können. Zu den wichtigsten Funktionen des Leitstands zählen:

 

 

  •  bidirektionale ERP/PPS-Schnittstellen
  •  Maschinenbelegungsplanung
  •  Planung von Auftragsnetzwerken
  •  parallele Simulationsmöglichkeiten und deren Vergleich über den Simulationsassistenten
  •  Kapazitätsauslastung über einen skalierbaren Bereich
  •  planen gegen Maschinenkapazität / Nutzungsfaktor
  • Berücksichtigung von Transport- und Liegezeiten
  • Übergabe von Bedarfs- oder Lieferterminen an Drittsysteme (Einkauf, beim Lieferanten oder Kunden).
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
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