Automatisierungsplattform

Stefan Kuppinger,

Kooperation bringt Innovation

Mehr Flexibilität und Produktivität in der Automation hat sich Mitsubishi Electric auf die Fahnen geschrieben – und mit Partnern wie Adroit und Inea realisiert. Beispiele sind die auf der SPS in Nürnberg vorgestellte eine PAC-basierte Batch-Steuerung, ein hängender Scara-Roboter, die neue Projektierungsplattform iQ-Works und die Engineering-Design-Software MAPS.

Die C-Batch-Software läuft auf dem PAC-Controller der Q-Baureihe (rechts) und macht die bislang erforderlichen Batch-Server (links) überflüssig.

Die Software C-Batch – eine gemeinsam mit dem slowenischen Prozesssteuerungs-Spezialisten Inea entwickelte Batch-Lösung für PAC (Programmable Automation Controller) – zählt zu den Highlights am Stand von Mitsubishi. Dessen Vorteil stellte Thomas Lantermann, Senior Business Development Manager für den Bereich e-F@actory auf der gestrigen Pressekonferenz heraus: „Der bislang notwendige, aber unzuverlässige PC-basierte Batch-Server entfällt, da wir dessen Funktionen auf den PAC-Controller der Q-Serie übertragen haben.“

Der PC kommt nur noch für unkritische Aufgaben wie die Rezeptplanung zum Einsatz. Für Anwender, die den Durchsatz in einer spezifischen Fertigungslinie erhöhen wollen, hat Mitsubishi einen Überkopf-Scara-Roboter konzipiert. „Der RH-3SDHR erreicht eine viel größere Geschwindigkeit und Flexibilität bei Sortier- und Verpackungsaufgaben und kann so Engpässe im Fertigungsablauf kompensieren“, betont Reiner Hänel, Senior Product Manager für den Bereich Robotik. „Die Programmierung dieses Roboters wird in Kürze mit der iQ-Works-Software möglich sein“, hakt Produktmanager Software, André Hartkopf, ein.

Zentrales Element der neuen Projektierungsplattform ist der Melsoft-Navigator, der Funktionen für das Systemdesign einschließlich einer Simulationsumgebung umfasst. Darüber hinaus integriert der Navigator die Tools aller Automatisierungsplattformen, von der Programmierungs- und Wartungssoftware für die PLCs über Motion-Control-MT und die CNC-Steuerungen bis hin zu der Projektierungssoftware für die HMI-Geräte. Funktional eine Ebene höher angesiedelt ist MAPS – Mitsubishi Adroit Process Suite.

Das zusammen mit dem südafrikanischen Scada-Anbieter Adroit in einer strategischen Kooperation konzipierte Life-Cycle-Tool unterstützt ein durchgängiges Engineering über die verschiedenen Planungsphasen einer Anlage und stellt die Integrität von Automatisierungslösungen auf Basis des Adroit-Scadas-Systems und der Mitsubishi-Steuerungen sicher. „Die Verbindung von Scada und SPS mit der Engineering-Design-Software reduziert den Entwicklungsaufwand deutlich“, ist Lantermann überzeugt.

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