Sick

Inka Krischke,

IO-Link herstellerunabhängig integrieren

Ein neues Softwaretool von Sick soll die Steuerungsintegration von IO-Link-Geräten vereinfachen: ‚FieldEcho‘ erkennt automatisch sämtliche IO-Link-Komponenten in einer Maschine und integriert sie – herstellerübergreifend und systemoffen.

Das Softwaretool ‚FieldEcho‘ ermöglicht die Integration von IO-Link-Geräten unabhängig von Automatisierungssystemen, Feldbussen und IO-Link-Master-Modulen.

© Sick

Mit ‚FieldEcho‘ von Sick haben Anwender per Browser oder Human Machine Interface jederzeit Zugriff auf alle IO-Link-Gerätedaten. Die Kommunikation erfolgt systemunabhängig – ist also über unterschiedliche SPSen, Feldbusse und IO-Link-Master möglich. Um die Datenübertragung in der Steuerung einzurichten, muss nur eine einzige Zeile SPS-Code geschrieben werden, die den mit ‚FieldEcho‘ gelieferten, generischen Funktionsbaustein aufruft, um Lese- oder Schreibanfragen an die IO-Link-Geräte zu senden. Die SPS-Zykluszeit bleibt unbeeinflusst. Aktuell profitieren Kunden der Steuerungshersteller Beckhoff, Mitsubishi, Rockwell Automation und Siemens von dem minimierten Entwicklungs- und Programmieraufwand.

Ein weiteres Merkmal von ‚FieldEcho‘ ist die IT-übliche Weise der Bereitstellung und Übertragung von IO-Link-Daten für Steuerungsaufgaben und Industrie-4.0-Applikationen: Die Software kommuniziert beim schreibenden und lesenden Datenzugriff mit der Maschinen-SPS über OPC UA oder TCP/IP. Die Nutzung dieser beiden Protokollstandards gewährleistet ein hohes Maß an Konnektivität und Zukunftssicherheit. Entsprechendes gilt für die REST API, die das Softwaretool ebenfalls zur Verfügung stellt. Sie ermöglicht es, IO-Link-Gerätedaten im JSON-Format an ERP- und MES-Systeme sowie Cloud-basierte Dienste zu übertragen.

Die grafische, Web-basierte Bedienoberfläche visualisiert in der System- und IO-Link-Master-Übersicht alle konfigurierten IO-Link-Master und die an die Ports angeschlossenen IO-Link-Sensoren und -Aktuatoren. Auch der Status der IO-Link-Geräte wird angezeigt. Alle IO-Link Geräte lassen sich zudem vollständig über die Oberfläche parametrieren. Und last but not least ermöglicht es die Software, durch Öffnen der gerätespezifischen Bildschirmseite in die Daten des IO-Link-Gerätes hinein zu zoomen. So sind neben dessen Produktdaten auch die ein- und ausgehenden Prozessdaten auf einen Blick sichtbar.

Die IO-Link-Daten, die vom Softwaretool per REST API in höhere IT-Ebenen übertragen werden, lassen sich dort auf dem ‚FieldEcho‘-Dashboard darstellen. Hierzu verbindet sich dieses automatisch mit der Software und baut die Oberfläche anhand der ausgewählten und empfangenen Prozessdaten und Geräteparameter auf. Dies geschieht dynamisch und in Eigenregie – ohne Konfigurationsaufwand für den Anwender. Auch direkt in ERP-Systemen, MES-Umgebungen, proprietären Applikationen und cloudbasierten Services ermöglicht das Softwaretool so einen kompletten Überblick über den Zustand aller IO-Link-Geräte. Parallel dazu lädt das Dashboard die IO-Link-Daten auch in eine integrierte Datenbank. Applikationen und Dienste müssen die Daten für ihre Zwecke also nicht erneut über REST API abfragen, sondern können direkt auf die Datenbank zugreifen. Dies reduziert die Kommunikationslast am Feldbus und über IO-Link.

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