Die transparente Fertigung

Stefan Kuppinger,

Der Daten-Konzentrator des ifak

Wer träumt nicht von einer transparenten Fertigung, bekommt aber wegen der komplexen IT-Anbindung und Kosten meist Alpträume. Das ifak geht das Problem mit einem Daten-Server und Web-Diensten an.

In der Produktion rückt die Optimierung der Prozesse unter Nutzung aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen in den Mittelpunkt. Das verlangt eine Integration der Status-Informationen aus den verschiedensten Quellen in die ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) oder Manufacturing Execution Systeme. Das Problem sind der unterschiedliche Aussagegehalt und Detaillierungsgrad dieser Informationen aus der Produktion. Deshalb ist eine Aufbereitung der Daten notwendig, wie sie beispielsweise das ifak auf Basis eines Daten-Servers realisiert und auf der Messe anhand einer Demo-Applikation demonstriert. In dem Beispiel werden Informationen über eine Fertigungszelle im Daten-Server aufbereitet und über Web-Services für die Verarbeitung in SAP MII (Manufacturing Intelligence Integration) bereitgestellt.

Anhand des Demonstrators zeigt das ifak, wie sich die unterschiedlichsten Statusinformationen sammeln und standardisiert in IT-Systeme integrieren lassen.

Als Bindeglied zwischen den Anlagen- und Maschinenkomponenten sowie den Managementwerkzeugen übernimmt der Server neben der Daten-Erfassung aus unterschiedlichen Quellen auch die Vorverarbeitung, Verdichtung, Archivierung und Bereitstellung dieser Informationen über Ethernet-basierte Schnittstellen. Den Kern des Daten-Servers bildet ein Objektmodell, das sich über ein Konfigurations-Interface der Produktionsumgebungen anpassen lässt.

 

Künftig wird Server auch über Beschreibungstechnologien wie EDD (Electronic Device Describtion) zu konfigurieren sein. Die Kommunikations-Schnittstellen basieren auf Web-Services (MES/ERP) sowie auf OPC (Fertigung). Darüber hinaus stehen Übertragungsprotokolle wie GPS oder Ethernet zur Verfügung. Weiterhin bietet der Daten-Server Funktionen zum Aufzeichnen von Zeitreihen sowie zum Auslösen von Events bei Grenzwert-Überschreitungen.

 

Mit dem Daten-Server wurden bereits diverse Integrationsprojekte unterstützt, unter anderem die Anbindung von Maschinen- und Anlagendaten an ein Serviceportal zur Unterstützung von Instandhaltungs-Dienstleistungen, die Erfassung von Wetterdaten (Wind, Temperatur, Niederschlag) zur Erstellung von Unwetter-Prognosen oder die Bereitstellung von Produktionsinformationen in ERP-Systemen.

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