IT-Vereinbarung
Atos und Siemens stärken Allianz
Siemens vertieft seine Beziehungen zu Atos. Gleichzeitig gibt Atos die Übernahme des Siemens-Joint-Ventures Unify bekannt.
Siemens und Atos haben jetzt die im Juli 2011 unterzeichnete IT-Vereinbarung erweitert: Siemens verlängert die Haltefrist seiner Atos-Aktien bis 2020 und erhöhrt das vereinbarte Mindestgeschäftsvolumen für den Zeitraum bis 2021 um 3,23 Milliarden Euro auf 8,73 Milliarden Euro. Siemens ist der größte Gesellschafter von Atos mit 12 % Anteil des derzeitigen Grundkapitals.
Zusätzlich zu Projekten in den Bereichen Managed Services, Application Management und Systems Integration, die im ursprünglichen Vertragsumfang enthalten waren, wurden die Leistungen auf die Digitalisierung der Geschäftsbereiche von Siemens, einschließlich der Bereiche Cloud Computing, Industrial Data Analytics und Cybersicherheit, erweitert. Die Unternehmen prüfen zudem weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, um die Digitalisierungsstrategie, besonders in den Feldern Digital Remote Services, Internet der Dinge und Cybersicherheit voranzutreiben – und damit die Grundlagen für Industrie 4.0 zu legen.
Atos übernimmt Unify
Unabhängig von der IT-Vereinbarung hat Atos bekannt gegeben, Unify übernehmen zu wollen. So will Atos integrierte Lösungen im Bereich Unified Communications auf den Markt bringen, um soziale Interaktionen in Echtzeit zu ermöglichen und um über digitale Transformationsprozesse die Geschäftsleistung seiner Kunden zu optimieren. Die Transaktion wird, abhängig von der Unterrichtung der Arbeitnehmervertreter sowie der Genehmigung durch die Kartell- und Aufsichtsbehörden, voraussichtlich im ersten Quartal des Kalenderjahres 2016 abgeschlossen.
Unify wurde 2008 als Siemens Enterprise Communications gegründet und hat seinen Sitz in München. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der Gores Gruppe (51%) und Siemens (49%) und schwerpunktmäßig in Europa und Amerika aktiv. Unify bietet vertikale Kommunikationssoftware-Lösungen und -Services, die der Optimierung sozialer Interaktionen, digitaler Transformationsprozesse und der Geschäftsentwicklung dienen. Mit 5600 Mitarbeitern und Geschäftsaktivitäten in mehr als 60 Ländern erwirtschaftet Unify heute einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.









