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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neues Prüflabor in Neu-Isenburg

Andrea Gillhuber,

UL Solutions baut EMV- und Funklabor

UL Solutions hat in Neu-Isenburg den Bau eines neuen Labors für elektromagnetische Verträglichkeit und drahtlose Kommunikation gestartet. Die Anlage soll ab Mitte 2027 Prüfkapazitäten für Industrieanlagen, Medizintechnik, Konsumgüter und Automobiltechnik in Europa erweitern.

© UL Solutions

UL Solutions hat in Neu-Isenburg den ersten Spatenstich für ein neues Labor für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und drahtlose Kommunikation gesetzt. Der Standort bei Frankfurt am Main soll Mitte 2027 in Betrieb gehen und die regionalen Prüfkapazitäten für große, vernetzte Produkte in Europa ausbauen.

Geplant sind mehrere Prüfkammern, darunter eine zehn Meter lange Kammer für Geräte bis zu vier Metern Länge, fünf Tonnen Gewicht und einer Strombelastbarkeit von bis zu 200 Ampere pro Phase. Neben EMV-Prüfungen soll das Labor auch drahtlose Technologien wie WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, GPS und RFID unter realen Bedingungen testen.

Die Einrichtung richtet sich an Hersteller aus Bereichen wie industrielle Automatisierung, Medizintechnik, Telekommunikation, Energiesysteme und Automobilindustrie. Geprüft werden sollen unter anderem Industrieanlagen, medizinische Geräte sowie Fahrzeugkomponenten wie Radarsensoren und Infotainmentsysteme.

Mit dem Ausbau reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach lokalen Prüfkapazitäten für komplexe, softwaregestützte und vernetzte Systeme. Themen wie Cybersicherheit, Datenresilienz, KI-Funktionen und sich wandelnde regulatorische Anforderungen erhöhen den Bedarf an regionalen Testmöglichkeiten.

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„Unsere Investition in diese spannende neue hochmoderne Einrichtung spiegelt unser Engagement wider, unseren Kunden dort zu helfen, wo sie sich befinden“, sagte Präsidentin und CEO Jennifer Scanlon.

Der neue Bau entsteht auf dem bestehenden Campus von UL Solutions in Neu-Isenburg und soll den Standort als europäisches Kompetenzzentrum stärken. Nach Angaben des Unternehmens sollen Kunden dadurch Entwicklungsrisiken, Kosten und den Bedarf an Prüfungen außerhalb Europas reduzieren.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte sind vorgesehen: Das Gebäude erhält eine Solaranlage, moderne Steuerungssysteme sowie ein Regenwasserversickerungssystem und wird nach aktuellen deutschen Wärmedämmstandards errichtet.

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