Microsoft

Stefan Kuppinger,

Windows 8 auf Build-Konferenz vorgestellt

Seit dem 13. September gibt Microsoft auf der Build-Konferenz in Anaheim den Blick frei auf die nächste Windows-Version. "Wir haben Windows neu erfunden", stellte Steven Sinofsky, Präsident des Geschäftsbereichs Windows and Windows Live, in seiner Keynote zum Start der noch bis zum 16. September andauernden Entwicklerkonferenz heraus.

Windows 8 - die neue Oberfläche

© Microsoft

Schluss mit den Spekulationen. Auf der noch bis Freitag laufenden entwicklerorientierten Konferenz informiert Microsoft die Teilnehmer ausführlich über die Features von Windows 8, „das vom Chipsatz bis hin zur Benutzeroberfläche eine Reihe neuer Funktionen bietet“, sagte Steven Sinofsky. Davon können sich die rund 5000 Teilnehmer live vor Ort überzeugen: Zum „spielen und probieren“ hat Microsoft nämlich jedem einen Protoyp des Samsung-Tablets mit der Developer Preview von Windows 8 spendiert. „Ein cooles Marketing“, kommentiert Stefan Hoppe von Beckhoff.

Zu den für Anwender wichtigsten Features zählt die auf Touchscreen-Bedienung ausgerichtete Benutzeroberfläche. Mit Blick auf die Zielplattform Tablet-PC und den Konkurrenten Apple war nichts anderes zu erwarten. Zusammen mit dem so genannten „Touch-First-Browsing“ will Microsoft aber mehr bieten, als die Internetnutzung auf einem Touchscreen. „Mit dem schnellen und flüssigen Touch-Browsing des Internet Explorer 10 stellen wir Websites in den Mittelpunkt der Windows-8-Geräte“, betont Sinofsky.

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Weitere Schwerpunkte liegen auf der Kommunikation und dem Datenabgleich zwischen den verschiedenen Anwendungen auf und zwischen den Geräten, wie Desktop-PC, Smartphone und eben einem Tablet aber auch mit Cloud-Applikationen. Zum Beispiel lassen sich einfach Fotos von unterschiedlichen Speicherorten wie Facebook, Flickr oder der Festplatte auswählen und per E-Mail versenden.

Die Technik hinter Windows 8

Windows 8 basiert auf Windows 7 mit Verbesserungen bei Leistung, Sicherheit, Datenschutz und Systemzuverlässigkeit. Erhalten bleiben beispielsweise die Poweruser-Tools. Zudem wird es einen erweiterte Task-Manager und Windows-Explorer sowie flexible Optionen für die Verwendung mehrerer Bildschirme geben. Mit Blick auf die angepeilten Zielgeräte unterstützt Windows 8 auch ARM-basierte Chipsätze. Damit schafft Microsoft die Voraussetzung sein Betriebssystem auf verschiedenen Geräten auszuführen – vom 10-Zoll-Tablet und Laptops bis hin zu Komplettgeräten mit 27-Zoll-HD-Displays. Laut Microsoft werden PC und Tablets nach dem Einschalten sofort einsatzfähig sein, können mit einer einzigen Akkuladung den ganzen Tag betrieben werden und bleiben ständig mit dem Internet verbunden.

Inwieweit sich die nächste Windows-Version auch auf ARM-basierte Automatisierungsgeräte herunterskalieren lässt und wie Windows Embedded Compact 7 konfigurierbar ist, wird sich im Verlauf der Konferenz noch zeigen. Jedenfalls adressiert Microsoft auch den Bereich Embedded. Beleg dafür ist ein Vortrag über die Unterstützung von Low-Power-Bussen wie I2C, SPI, GPIO und High-Speed-UART.

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