Siemens
Siemens stellt 'Simatic S7-1500' vor
Dreieinhalb Jahre nach der Vorstellung der Kompakt-SPS 'Simatic S7-1200' hat Siemens den Generationswechsel jetzt auch im mittleren und oberen SPS-Leistungsbereich eingeläutet. Das Unternehmen löst die SPS-Baureihen 'Simatic S7-300' und 'Simatic S7-400' schrittweise durch die Serie 'Simatic S7-1500' ab.
Mit der SPS-Serie 'Simatic S7-1500' läutete Siemens auf der SPS IPC Drives 2012 den Generationswechsel auch im mittleren und oberen Leistungsbereich ein. Neben einer deutlich gesteigerten Systemperformance zeichnen sich die neuen Controller durch eine Vielzahl integrierter Funktionen aus - zum Beispiel in puncto Motion Control, Safety und Security.
© Siemens"Die neue modulare Controller-Familie soll die Erfolgsgeschichte der seit 1995 gelieferten und auf dem Weltmarkt führenden 'Simatic-S7-300'- und 'Simatic-S7-400'-Geräte fortsetzen", hieß es im Rahmen der Messe-Pressekonferenz von Siemens. "Ihre Einführung soll in mehreren Stufen erfolgen, wobei CPU-Module für den mittleren Leistungsbereich den Anfang machen. Geräte für das Leistungsspektrum der großen S7-400-CPUs sollen später folgen."
Zu den Leistungsmerkmalen der neuen Controller-Generation zählt Siemens "die herausragende System-Performance, eine Vielzahl standardmäßig integrierter Funktionen einschließlich Motion Control, Security für größtmögliche Anlagensicherheit und Safety für einfach realisierbare Sicherheitsanwendungen".
Für mehr Effizienz stehen, wie es hieß, "das innovative Design für einfache Inbetriebnahme und sicheren Betrieb, projektierbare Diagnosefunktionen für den Anlagenstatus sowie die Integration in das 'TIA Portal' für einfaches Engineering und geringe Projektkosten".
Die 'Simatic S7-1500' wird stufenweise in den Markt eingeführt. Zunächst umfasst das Portfolio die drei CPU-Typen 1511, 1513 und 1516 für den mittleren Leistungsbereich, jeweils auch als F-Version (Failsafe) für Safety-Anwendungen. Die Geräte bieten abgestufte Leistungsmerkmale, die sich etwa bei Anzahl der Schnittstellen, Bit-Performance sowie Größe des Displays und Datenspeichers unterscheiden.
Entsprechend der individuellen Automatisierungsaufgabe lassen sich die CPUs im Zentralaufbau mit bis zu 32 Erweiterungsmodulen ergänzen, etwa mit neuen Kommunikations- und Technologiemodulen oder den E/A-Peripheriebaugruppen der Serie 'Simatic ET 200MP', die zeitgleich auf den Markt gelangen.
Die Merkmale der "Simatic S7-1500" im Einzelnen
Systemperformance: 'Simatic S7-1500' verfügt über einen schnellen Rückwandbus mit hoher Baudrate und effizientem Übertragungsprotokoll. Die Reaktionszeit von Klemme zu Klemme ist kleiner 500 µs, und die Befehlszeit, abhängig von der CPU, bei Bit-Instruktionen schneller als 10 ns. Die Controller CPU 1511 und CPU 1513 sind mit zwei und der Controller CPU 1516 mit drei Profinet-Schnittstellen ausgestattet. Außerdem ist ein Webserver integriert für die ortsunabhängige Abfrage von System- und Prozessdaten oder zu Diagnosezwecken.
Technologie: Im Bereich Technologie zeichnet sich 'Simatic S7-1500' vor allem durch die standardmäßig integrierten Motion-Control-Funktionen aus. Dadurch lassen sich ohne Zusatzmodule analoge und Profidrive-fähige Antriebe anbinden, wobei Drehzahl- und Positionierachsen sowie Encoder unterstützt werden.
Security: Das Konzept 'Security Integrated' bei 'Simatic S7-1500' reicht von Bausteinschutz bis Kommunikations-Integrität und unterstützt den Anwender beim Sichern seiner Applikation. Integrierte Funktionen zum Know-how-Schutz, etwa gegen den Nachbau von Maschinen, verhindern unberechtigte Zugriffe und Modifikationen.
Safety: Safety ist bei "Simatic S7-1500" integriert. Für fehlersichere Automatisierung setzt der Anwender die für SIL 3 nach IEC 62061 und PL e nach ISO 13849 zertifizierte F-Version (Failsafe) der neuen Controller ein, wobei er das gleiche Engineering und Bedienkonzept für die Standard- und sicherheitsgerichteten Programme nutzt.
Engineering mit dem "TIA Portal": Wie alle neuen Siemens-Automatisierungsgeräte ist auch der "Simatic-S7-1500"-Controller in das Engineering-Framework "TIA Portal" integriert. Projekte lassen sich beim Umstieg von S7-300/400 auf S7-1500 wiederverwenden und S7-1200-Programme per Kopierfunktion nach S7-1500 übertragen.












