Schadsoftware
Kraftwerke durch Malware lahmgelegt
Industriesteuerungen sind seit geraumer Zeit Angriffsziele für Schadsoftware. Das resultiert aus dem neuesten Sicherheitsbericht des ICS-Cert, der US-Organisation für Computersicherheit in der Industrie.
Das ICS-CERT (Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team) ist in der USA Teil der US-Heimatschutzbehörde und ermittelt hinsichtlich der stattgefundenen Cyber-Angriffe auf Industrieanlagen.
Besonders betroffen sind von den Angriffen Kraft- und Wasserwerke. Zusammen machten sie 56 Prozent der im vergangenen Fiskaljahr gemeldeten 198 Vorfälle aus. In ihrem Bericht geht ICS-CERT auf zwei Vorfälle in Kraftwerken ein, bei denen USB-Speicher als Übertrager im Verdacht sind:
In einem Fall kam es zu einer Virusinfektion einer Turbinensteuerung mit rund zehn Rechnern durch einen USB-Stick eines Servicetechnikers. Der Mitarbeiter einer Drittfirma wollte eigentlich Software-Updates während einer Routineabschaltung aufspielen. Die Infektion der Rechner war extrem hartnäckig und konnte erst nach drei Wochen beseitigt werden.
Bei einem weiteren Vorfall machte eine USB-Stick Probleme beim Routine-Backup eines Leitrechners. Die Kontrolle des Mobilspeichers ergab einen dreifachen Befall mit Schadsoftware, der sich bereits auf zwei Leitrechner ausgebreitet hatte. Beide Computer waren wichtige Komponenten für das Steuerungssystem und hatten kein geeignetes Backup, um die Wiederherstellung zu beschleunigen.










