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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bis 2025

dpa | Andrea Gillhuber,

Extraschneller Quantencomputer für Stuttgart

Das Rennen beim Zukunftsthema Quantencomputer ist international in vollem Gange. Auch in Baden-Württemberg wird dazu fleißig geforscht. Ein Projekt der Universität Stuttgart testet derzeit eine neue Idee.

Darstellung der Wechselwirkung zwischen zwei Rydbergatomen in einer dynamischen Anordnung von Fallen für Qubits.

© Universität Stuttgart

Stuttgart (dpa/lsw) – Eine Forschergruppe der Universität Stuttgart will bis 2025 einen neuartigen, sehr schnellen Quantencomputer bauen. Im Gegensatz zu den bekannten Quantencomputern von Unternehmen wie IBM oder Microsoft arbeite der neue Quantencomputer mit einzelnen Atomen, die man mit Laserlicht kontrollieren könne, sagte Tilman Pfau, der Koordinator des Projekts »QRydDemo«. »Unser Projekt, wenn ich das kurz sagen soll, zielt darauf ab, die Quanteninformation sehr schnell zu verarbeiten und die Algorithmen schnell ablaufen zu lassen«, erklärte er.

Das Vorhaben startete nach eigenen Angaben vor mehr als zwei Jahren und läuft bis zum 31. Januar 2025. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert es mit rund 9 Mio. Euro. Projektpartner sind die Universität Stuttgart, die Universität Ulm und das Unternehmen Toptica Photonics.

Quantencomputer können sehr viel schneller rechnen als herkömmliche Computer. Dahinter können unterschiedliche Technologien stecken. Derzeit wird daran geforscht, welche Technologie besonders geeignet ist. Die nach aktuellem Wissensstand aussichtsreichsten physikalischen Systeme seien Supraleiter, Ionenfallen und Atomfallen für neutrale Atome, heißt es vonseiten des Projekts »QRydDemo«. Das Projekt arbeitet auf einer sogenannten Neutralatom-Plattform.

Die Grundbausteine eines Quantencomputers bilden laut Florian Meinert, einem der leitenden Forscher des Projekts, die sogenannten Qubits. Das Projekt in Stuttgart strebe einen Quantencomputer mit 500 Qubits an, erklärte er. »Aktuell können wir ein paar Dutzend machen, aber die prinzipiellen Methoden, die wir anwenden, sind relativ leicht zu skalieren.«

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