Abschlussbericht
Drei neue Rekorde für die embedded world 2015
Die embedded world 2015 verpasste die Rekord-Besucherzahl des Vorjahres zwar knapp – konnte allerdings dennoch drei neue Rekorde verbuchen. Ein Thema war getreu dem diesjährigen Motto überall auf der Messe zu finden: Das Internet der Dinge.
Über 25.500 Fachbesucher kamen vom 24. bis 26. Februar nach Nürnberg, um sich über die neuesten Embedded-System-Innovationen zu informieren. Damit wurden zwar die Besucherzahlen des vergangen Jahres von 26.688 verpasst, jedoch konnte die Messe bei der Anzahl der Aussteller zulegen: Mit 902 Ausstellern aus 37 Ländern wurde das Vorjahr um 5 % übertroffen. 1.615 Teilnehmer und Referenten aus 42 Ländern traten bei der embedded world Conference und der electronic displays Conference miteinander in den Dialog – auch das stellt einen neuen Rekord dar. Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse, sieht die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Systeme für den Erfolg mitverantwortlich: "Egal, wo technische Innovationen präsentiert werden, immer sind Embedded-Systeme dabei – mit einer unglaublichen Zahl an Anwendungsgebieten."
Software für das IoT
Das Gros der Aussteller identifizierte sich mit dem diesjährigen Motto der Messe "We are the Internet of Things". Nachdem etwa Wind River bereits im vergangenen Jahr die Architektur von VxWorks Richtung 'Internet der Dinge' angepasst und überarbeitet hat, wurde dieses Jahr das Produktportfolio erweitert. "Indem wir unsere Software-Plattformen um IoT-spezifische Fähigkeiten erweitern und zugleich damit verbundenes Services-Know-how bereitstellen, bieten wir Unternehmen die entscheidenden Funktionsblöcke, um die Konnektivität von älteren Industrie- geräten und der nächsten Generation von IoT-Infrastruktur zu realisieren", sagte Jim Douglas, Senior Vice President of Marketing bei Wind River. So hat das Unternehmen ein IoT-Professional-Services-Angebot geschaffen, das dazu dient, IoT-Konzepte auf kritische Infrastrukturen und andere Märkte, bei denen Funktions- und Datensicherheit ein Muss sind, zu übertragen. Zudem hat das Unternehmen die Verfügbarkeit von Microkernel Profile for VxWorks angekündigt. Dabei handelt es sich um ein Echtzeit-Betriebssystem mit nur wenigen Programmzeilen, um die Realisierung von IoT-bereiten Geräten wie etwa Sensor-Hubs, Mikrocontroller und Wearables sowie HPEC-Plattformen (High Performance Embedded Computing) zu ermöglichen.
Das Internet der Dinge hat auch den Stand von Intel dominiert. Das Unternehmen präsentierte Tools, mit denen Entwickler notwendige Basisfunktionalität für IoT-Geräte programmieren können: Sowohl die Intel-Firmware-Engine als auch das Intel-Firmware-Engine- Software-Development-Kit (SDK) zielen darauf ab, IoT-Technologien weitgehend ohne Programmierkenntnisse auf die tiefer liegenden Systemlevel zu setzen.
TQ plant zwei Minimodule
Auch TQ-Systems präsentiert sich als Partner für IoT-Devices und -Gateways. Das Standard-Produktspektrum umfasst dabei ARM-, x86- und Power-Architecture-basierende Module und Plattformen. Mit Hilfe von Evaluierungsplattformen wie beispielsweise dem EVALx1000, das mit einem Intel-Quark-Prozessor und dem Intel-IoT-Gateway Software-Stack ausgestattet ist, lassen sich Machbarkeitstests sowie Vorentwicklungen umsetzen. Zudem plant das Unternehmen die zwei Minimodule TQMa7x und TQMa5xxx. Beim TQMa7x wird ein optimierter ARM-Cortex-A7-Core mit bis zu 1 GHz zum Einsatz kommen. Auf dem zweiten Modul TQMa5xxx ist ein ARM-Cortex-A15-Core mit bis zu 2 × 1,5 GHz geplant. Bei dieser CPU wird es eine Single- und Dual-Core-Version geben. Mit den in beiden Prozessoren integrierten Kamera-Interfaces lassen sich Systementwicklungen realisieren, die Anforderungen an Applikationen mit direkter Kamera-Anbindung stellen. Mit den Maßen 54 mm × 40 mm (TQMa7x) und 60 mm × 54 mm (TQMa5xxx) sind die Module geeignet für Anwendungen in den Bereichen Industriesteuerungen, M2M und Internet-of-Things-Gateways. Auf den Embedded-Modulen ist ein Arbeitsspeicher mit bis zu 2 GByte DDR3L, 512 MByte Quad-SPI-NOR-Flash und bis zu 32 MByte eMMC-Flash für Programme und Daten geplant. Ergänzend soll jeweils noch ein EEPROM und eine von der Hauptplatine aus batteriegepufferte Echtzeituhr realisiert werden.













