Fraunhofer IPMS

Inka Krischke,

Europäische Pilotinfrastruktur für Quantentechnologien

Die europäische Industrie steht vor der Herausforderung, Innovationen im Bereich der Quantentechnologie in skalierbare Prozesse und Produkte zu überführen. Das Projekt 'Qu-Pilot' will hier helfen, indem es die bestehende Pilotfertigungsinfrastruktur nutzt.

Siliziumwafer

© Fraunhofer IPMS

Der Erfolg europäischer Start-ups und kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hängt in hohem Maße von der effizienten Überführung von Prototypen und Pilotprojekten in die Produktion ab. Die Pilotphase erfordert jedoch Zeit und in vielen Fällen erhebliche Investitionen in die Infrastruktur. Diese hohen Kosten stellen ein großes Hindernis für Start-ups und KMU dar, um mit ihrem Produkt früh genug in den hart umkämpften Markt der Quantentechnologie einzusteigen. Das Projekt Qu-Pilot will dies ändern. Ziel ist es, die bestehenden Pilotlinien-Infrastrukturen in Europa, die überwiegend auf die Forschungs- und Technologieorganisationen (RTOs) verteilt sind, zu verbessern und Produktentwicklungsschleifen zusammen mit der Hardware-Industrie im Bereich der Quantentechnologie in Europa zu ermöglichen.

Technologieplattformen innerhalb von Qu-Pilot und die vorherrschenden Anwendungsbereiche, in denen die Plattformen derzeit eingesetzt werden. Oben: Forschungseinrichtungen (RTO); unten: An dem Projekt beteiligte Unternehmen.

© Qu-Pilot

Die gebündelten Pilotlinien sind in vier Technologieplattformen unterteilt, die auf bestehenden und in der Entwicklung befindlichen Pilotlinien in ganz Europa basieren. Diese konzentrieren sich auf die vier Ansätze supraleitende / photonische / halbleitende und Diamanttechnologien. Die verschiedenen Technologieplattformen bieten Lösungen für unterschiedliche Anwendungen.

Das Fraunhofer IPMS bringt seine Expertise in der CMOS-Halbleiterfertigung im 300-mm-Waferstandard ein, um die Halbleiter- und Supraleiterplattformen voranzutreiben.
Das Qu-Pilot-Projekt besteht aus 21 Partnern aus neun verschiedenen Ländern und wird von der Europäischen Union mit 19 Mio. Euro finanziert. Das Projekt hat im April 2023 begonnen und eine Laufzeit von 3,5 Jahren.

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