TQ-Group beliefert Kea Robotics

Andrea Gillhuber | Andrea Gillhuber,

Erster Industrieroboter nach dem Baukastenprinzip

Die TQ-Group liefert mit dem Frameless-Motor ILM-E das Herzstück für den weltweit ersten modularen Industrieroboter. Die Plug&Play-Roboter von Kea Robotics werden nach dem Baukastenprinzip zusammengebaut.

Der modulare Roboter von Kea Robotics ist innerhalb weniger Minuten montiert und betriebsbereit.

© TQ-Group

Das Münchner Start-up Kea Robotics bietet den nach eigenen Angaben weltweit ersten vollwertig modularen Industrieroboter an. Die Roboter lassen sich innerhalb kurzer Zeit wie ein Baukastensystem individuell montieren und anpassen.

Ein Roboter besteht aus bis zu 20 Modulen. Die Modulbibliothek setzt sich aus Motormodulen bestehenden aus Hochleistungsmotoren, Encoder und spielfreien Getrieben. Die Verbindungsmodule sind in verschiedenen Größen erhältlich und verbinden die Aktuatorgelenke. Steife Konstruktion und elektrische Durchgänge ermöglichen die schnelle Montage eines Industrieroboters. Über Basismodule werden die Roboter auf ihren Plattformen platziert und mit Strom versorgt. Diese Module sind für verschiedene Maschinen-Integrationen verfügbar. Erweitert werden die Module durch Konnektoren, Controller und Verbindungsgeräte. Die Module sind in verschiedenen Durchmessern erhältlich.

Der fertige Roboter hat eine Reichweite von bis zu 2,3 m und kann Lasten bis zu 15 kg bei maximal 2 m/s bewegen. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei 0,1 mm. Der mechanische Helfer erfüllt Schutzklasse IP54.

Direkt nach der Konfiguration des Roboters erzeugt die Kea-eigene Software einen digitalen Zwilling, der die Kinematik und Dynamik des Plug&Play-Roboters kennt und die Anwendung simulieren kann.

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Motoren der TQ-Group sorgen für Bewegung

In Bewegung gesetzt werden die Module des Plug&Play-Roboters von den gehäuselosen Motoren ILM-E (Innen-Läufer-Motor-Evolution) der TQ-Group. Sie bieten bei einem Gewicht von 360 g ein Drehmoment von 3 Nm. Eine hohe Wicklungsdichte und die kompakte Bauweise sorgen laut Unternehmen für einen geringen Leistungsverlust sowie eine lange Lebensdauer. Der in Deutschland hergestellte Motor lässt sich schnell und problemlos an vielfältige Einsatzbereiche anpassen.

Nach Abschluss der industriellen Testphase mit ausgewählten Anwendern sollen die Kea-Roboter zunächst in der verarbeitenden Industrie und in Labors eingesetzt werden. Weitere Applikationen sollen folgen.

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