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Geschäftszahlen 2020

Schaeffler meldet zweistelligen Umsatzrückgang

27. April 2021, 09:52 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Schaeffler meldet zweistelligen Umsatzrückgang
© Schaeffler

Schaefflers Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld

Schaeffler musste im Geschäftsjahr 2020 einen zweistelligen Umsatzrückgang hinnehmen. Für 2021 zeigt sich das Unternehmen jedoch optimistischer.

Der Industrie- und Automobilzulieferer Schaeffler hat seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 im Rahmen seiner ordentlichen Hauptversammlung präsentiert. Der Umsatz der Unternehmensgruppe lag mit 12,6 Mrd. Euro währungsbereinigt -10,6 % unter dem Vorjahr (2019: 14,427 Mrd. Euro). Von der negativen Entwicklung waren alle Sparten betroffen. Allerdings gab es im 4. Quartal gegenüber dem ersten Halbjahr Erholungstendenzen.

Das Ergebnis ist weiterhin von den Transformations- und Effizienzprogrammen RACE (Automotive Technologies), GRIP (Automotive Aftermarket) und FIT (Industrial)  belastet. Hinzu kommt eine Wertminderung der Sparte Automotive Technologies zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts. Das alles führte zu einem EBIT von -143 Mio. Euro (2019: 790 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei 6,4 % (Vorjahr: 8,1 %); ein Zeichen, dass die im Rahmen der Sparten-Programme und Kostenanpassungen ergriffenen Maßnahmen wirken.

Die ordentliche Hauptversammlung stimmte für die Zahlung einer Dividende in Höhe von 25 Cent je Vorzugsaktie (Vorjahr: 45 Cent). Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 50 % (Vorjahr: rund 43 %) bezogen auf das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis vor Sondereffekten und liegt damit am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 30 bis 50 %. Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzende  von Schaeffler, wertet diese Ausschüttung als positives Signal an die Aktionäre.

Wachstum im 1. Quartal 2021

Nach dem Einbruch im vergangenem Jahr meldet Schaeffler insgesamt ein Wachstum im neuen Geschäftsjahr. So lag der Umsatz der Unternehmens-Gruppe im ersten Quartal mit 3,560 Mrd. Euro währungsbereinigt 11,2 % über Vorjahr (Vorjahr; angepasst: 3,281 Mrd. Euro) und zeigte damit eine deutliche Erholung. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten erreichte im ersten Quartal 11,3 % (Vorjahr; angepasst: 6,5 %). Der freie Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten betrug im ersten Quartal 130 Millionen Euro (Vorjahr; angepasst: 137 Millionen Euro). Ein wesentlicher Grund dafür ist die besser als erwartete Umsatzdynamik im ersten Quartal, insbesondere in China. Bei der Ergebnisentwicklung zeigt sich zudem, dass die im letzten Jahr eingeleiteten Kostenanpassungen weiterhin Wirkung zeigen.

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