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Artikel und Hintergründe zum Thema

ZVEI-Umfrage

Andrea Gillhuber,

Industrie investiert stärker in KI

Eine Umfrage des ZVEI zeigt: Fast jedes zweite Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie nutzt industrielle KI bereits produktiv. Viele planen steigende Investitionen und erwarten schnelle wirtschaftliche Effekte. Für 2026 stellt die Branche wieder Wachstum in Aussicht.

© Happy Lab/stock.adobe.com

Die Elektro- und Digitalindustrie treibt den Einsatz industrieller Künstlicher Intelligenz (KI) voran. Laut einer aktuellen Mitgliederbefragung des Branchenverbands ZVEI setzt nahezu jedes zweite Unternehmen entsprechende Anwendungen bereits produktiv ein. Parallel dazu planen viele Betriebe, ihre Investitionen in diesem Bereich deutlich auszuweiten.

„Industrielle KI-Anwendungen verändern die Unternehmen in hohem Maße“, gibt sich ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel mit Blick auf eine aktuelle ZVEI-Mitgliederbefragung überzeugt. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen kann ihre Investitionsvorhaben bereits beziffern und will zwischen 10 und 25 % der Gesamtinvestitionen in industrielle KI lenken. Rund 60 % erwarten, dass sich diese Ausgaben innerhalb von ein bis zwei Jahren amortisieren.

Gleichzeitig sieht der Verband strukturelle Hemmnisse. Insbesondere beim Datenaustausch entlang der Wertschöpfungsketten besteht Nachholbedarf. Während große Unternehmen Daten häufiger teilen, sind kleinere Betriebe zurückhaltender: Knapp 80 % von ihnen verzichten bislang darauf. Der ZVEI fordert daher bessere Rahmenbedingungen, die den Schutz von Know-how gewährleisten und zugleich Kooperationen ermöglichen. Auch Anpassungen an der europäischen KI-Regulierung gelten aus Sicht des Verbands als notwendig.

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Neben technologischen Fragen verweist die Branche auf wirtschaftspolitische Herausforderungen. Hohe regulatorische Anforderungen und steuerliche Belastungen werden als Wachstumshemmnisse gesehen. Der Verband fordert Reformen, um unternehmerische Spielräume zu erweitern und die Elektrifizierung weiter voranzutreiben.

Produktionswachstum erwartet

Für das Jahr 2026 rechnet der ZVEI mit einem realen Produktionswachstum von 2 %, sofern sich geopolitische Risiken – insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran – nicht weiter verschärfen. Aktuell liegen die Auftragseingänge über dem Vorjahresniveau. Während sich der europäische Binnenmarkt stabil zeigt, gestaltet sich das Geschäft außerhalb Europas schwieriger.

Zugleich gewinnt die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie an Bedeutung. Der Elektronikanteil an Verteidigungsgütern steigt laut ZVEI-Prognose von etwa 10 % im Jahr 2000 auf rund 25 % bis 2035. Um Unternehmen den Zugang zu diesem Markt zu erleichtern, hat der Verband die Plattform „Sicherheit und Verteidigung“ gegründet. Sie soll insbesondere zivilen Anbietern den Einstieg erleichtern und Orientierung bieten.

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