Projektplanung
WSCAD Suite 2012 vor offiziellem Release
Vier Jahre haben die Entwickler an der WSCAD Suite 2012 gearbeitet. Pünktlich zum 20-jährigen Firmenjubiläum und zur SPS/IPC/Drives steht das technologieübergreifende Projektplanungstool nun vor dem offiziellen Release.
Eine durchgängige Software für alle Technologien zu entwickeln, hat sich der CAD-Anbieter WSCAD auf die Fahnen geschrieben. „Wir sehen uns als Systemanbieter einer elektrotechnischen Komplettlösung“, zeigt Michael Widmann, Vertriebs- und Marketingleiter bei WSCAD die Bedeutung der neuen Software-Generation auf. Die WSCAD Suite 2012 löst die bisherigen CAD-Programme WSCAD 5 und Elektrocad 9 ab und umfasst insgesamt fünf Technologie-Module:
■ Electrical Engineering (EE) für Stromlaufpläne,
■ Fluid Engineering (FE) für Pneumatik und Hydraulik,
■ Cabinet Engineering (CE) zur Schaltschrankaufbau-Planung,
■ Electric Installation (EI) zur Planung der räumlichen Lage in
einem Grundriss-/Lageplan
■ und Building Automation (BA) für die Gebäudeautomation
(ab Ende 2012).
Um ein durchgängiges Projektieren über diese Disziplinen hinweg zu realisieren, ist eine zentrale Datenhaltung unerlässlich. Deswegen findet beim Zugriff auf alte WSCAD-Projekte auch eine Datenkonvertierung auf das aktuelle Datenformat statt; „bei Bedarf inklusive einer Anpassung der Schaltungssymbole an aktuelle Normen“, stellt Widmann ein interessantes Feature heraus. Durch die zentrale Projektdatenbank entfällt daneben das Portieren von Daten zwischen ein-
zelnen Technologien. Ändert sich beispielsweise der Funktionstext eines Symbols im Stromlaufplan, übertragen sich diese Einstellungen automatisch auf die entsprechenden Symbole in allen anderen Modulen. „Dies wissen besonders Nutzer zu schätzen, die für mehrere Technologien verantwortlich sind, zum Beispiel für das Electrical Engineering und die Gebäude-Automation“, meint Widmann.
Nicht verändert wurde dagegen die Einteilung der Module in die drei Ausbaustufen Expert, Advanced und Lite. WSCAD hat daraus diverse Suiten kreiert, unter anderem für Building und HVAC (Heating, Ventilating and Air Conditioning), Fluid, Maintenance, Electrical und Project, die sich je nach Planungsschwerpunkt oder für ein Projekt weiter ergänzen lassen. Damit Bestandskunden die Software „wieder erkennen“, wurde auf eine radikale Umstellung in der Bedienstruktur verzichtet und lediglich dem Bedienkonzept von Windows 7 angepasst. Widmann führt hier die neue Fenstertechnik an: „Jeder kennt die Problematik, dass abhängig vom Projektfortschritt unterschiedliche Informationen benötigt werden.“ Diese Anforderung unterstützt die Suite durch frei gestaltbare Oberflächen. Alle in eigenen Fenstern dargestellten Informationen lassen sich individuell konfigurieren und platzieren, beispielsweise auf einem zweiten Bildschirm oder als Unterkategorie mittels Tabellen-Reiter. Jeder Anwender kann so beliebige Befehls- und Symbol-Buttons zu individuellen Kommandoleisten platzieren. „Diese Funktionen stehen dann, wie so vieles, diziplinübergreifend zur Verfügung“, betont Widmann einmal mehr die Durchgängigkeit.
Auch wenn Anwender nahezu alle Planungsaspekte, die es im Bereich der Elektrotechnik und deren Umfeld gibt, verwirklichen können, besteht die Notwendigkeit eines Datenaustauschs mit ERP-Systemen wie SAP und Navision oder des Datenexports an mechanische Fertigungszentren und Systeme für die Kabelkonfektionierung. Dies erfolgt über Schnittstellen, die entweder bereits in der CAD-Suite implementiert sind oder mittels Sonderprogrammierung.










