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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens Financial Services

Klaus Meyer,

Warum sich Retrofit für Industrieunternehmen lohnt

Viele Maschinen in der Industrie sind technisch überholt, obwohl sie mechanisch noch einwandfrei funktionieren. Mit einem Retrofit lassen sich bestehende Anlagen kosteneffizient modernisieren – das spart Ressourcen, erhöht die Energieeffizienz und bringt Unternehmen digital auf den neuesten Stand.

© Siemens Financial Services

Viele Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes nutzen ihre Maschinen bereits seit vielen Jahren. Zwar könnten moderne Geräte die Produktivität steigern, doch die hohen Anschaffungskosten stellen oft eine Hürde dar. Retrofit bietet eine Möglichkeit, bestehende Maschinen durch gezielte technische Aufrüstung weiter zu verwenden und so den Investitionsaufwand gering zu halten.

Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung durch gezielte Modernisierung

Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe hängt wesentlich davon ab, mit dem aktuellen Stand der Technik Schritt zu halten. Besonders im Bereich der digitalen Produktion bestehen vielfach ungenutzte Potenziale. Eine technische Modernisierung ist dafür meist kostengünstiger als die Anschaffung neuer Maschinen. In Verbindung mit passenden Finanzierungslösungen kann diese mit minimalem Kapitalaufwand umgesetzt werden.

Das Interesse an entsprechenden Modernisierungslösungen – häufig unter dem Begriff „Retrofit“ angeboten – nimmt sowohl bei produzierenden Unternehmen als auch bei Maschinenherstellern zu. Doch wie kann Retrofit dazu beitragen, Energieeffizienz, Produktivität und digitale Prozesse zu verbessern?

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Digitalisierung und Cybersicherheit für bestehende Maschinen

Ein umfassendes Retrofit vorhandener Maschinen ermöglicht es, mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz digitale Technik zu integrieren. Da elektronische Komponenten wie Sensoren und Steuerungen häufig schneller veralten als mechanische Bauteile, kann deren Austausch die Lebensdauer der Maschinen deutlich verlängern.

Zudem erlaubt die präzisere Erfassung von Maschinen- und Prozessdaten eine Optimierung von Energieverbrauch, Produktionsabläufen und Produktqualität. Auch Aspekte wie Cybersicherheit lassen sich im Zuge einer Modernisierung verbessern, da ältere Maschinen hier häufig Schwachstellen aufweisen.

Neben den geringeren Kosten im Vergleich zur Neuanschaffung können Unternehmen durch ein Retrofit auch den Aufwand für Entsorgung und Installation der Maschinen sowie Mitarbeiterschulungen reduzieren.

Wie Finanzierungslösungen Retrofit-Projekte ermöglichen

Ein praktikabler Ansatz besteht darin, die technische Aufrüstung mit einem geeigneten Zahlungsplan zu verknüpfen. Technologieorientierte Finanzierungspartner wie Siemens Financial Services (SFS) bieten hierzu Lösungen, die auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen der jeweiligen Unternehmen abgestimmt sind.

Dank technischer Fachkompetenz können diese Partner Finanzierungsmodelle entwickeln, bei denen die Rückzahlungsraten mit den erwarteten Einsparungen oder Produktivitätssteigerungen verrechnet werden.

Vorteile industrienaher Finanzierung

Der Autor: Klaus Meyer ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens Finance & Leasing GmbH und Leiter des Commercial Finance-Geschäftes von SFS in Deutschland. © Siemens Financial Services

Insbesondere Finanzierer mit Branchenkenntnis sind für Retrofit-Projekte gut geeignet – vor allem dann, wenn Technik, Service und Finanzierung aus einer Hand bereitgestellt werden. Ein Retrofit kann neben dem Austausch einzelner Komponenten auch die Erneuerung der Elektrik, Hydraulik oder Antriebstechnik sowie die Entsorgung alter Bauteile umfassen.

Angesichts der mitunter hohen Komplexität solcher Projekte ist es vorteilhaft, wenn der Finanzierungspartner sowohl wirtschaftlich als auch technisch beraten kann. Klassische Banken oder allgemein auf Leasing spezialisierte Anbieter stoßen hier häufig an ihre Grenzen.

Nachhaltigkeit durch Wiederverwendung und Ressourcenschonung

Ein weiterer Vorteil des Retrofits liegt in der ökologischen Wirkung. Während auch modernisierte Maschinen Energie verbrauchen, ist vor allem die Produktion neuer Anlagen ressourcenintensiv. Durch die verlängerte Nutzung vorhandener Maschinen lässt sich der Bedarf an neuen Geräten reduzieren, was zur Einsparung von Material und Energie, sprich: Ressourcen, beiträgt.

Zudem ermöglichen neue Antriebssysteme und Steuerungstechnik in vielen Fällen eine deutliche Reduzierung des Energiebedarfs. Retrofit-Maßnahmen unterstützen somit die Umsetzung von Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und fördern den nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen.

Fazit: Retrofit als wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Alternative

Die gezielte Modernisierung bestehender Maschinen in Verbindung mit branchennaher Finanzierung macht neue Technik für viele Unternehmen wirtschaftlich zugänglich. Retrofit hilft, mit begrenzten Mitteln wichtige Verbesserungen bei Effizienz, Flexibilität und Ressourcennutzung zu erreichen – und unterstützt gleichzeitig zentrale Ziele wie Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

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