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Artikel und Hintergründe zum Thema

Staufen-Studie

Alexandra Hose,

Supply Chain bleibt Sorgenkind der Industrie

Wie die Studie »Performance-Treiber 2024« belegt, klagen mehr als zwei Drittel der Unternehmen in der DACH-Region über Engpässe bei ihren Lieferanten. Weitere Belastungen sind Qualitätsprobleme bei den Lieferanten sowie stark gestiegene Transportkosten. Die Probleme in der Lieferkette lassen sich nur schwer abfedern, bezeichnet sich doch nur rund jedes fünfte Unternehmen als wirklich widerstandsfähig. 

Zwei Drittel klagen immer noch über Engpässe bei den Lieferanten. © STAUFEN AG

»Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Folgen der globalen Krisen den Unternehmen weiterhin zusetzen. Fragile Lieferketten und hohe Kosten setzen die Unternehmen nach wie vor massiv unter Druck. Dabei liegt beispielsweise die Corona-Pandemie schon lange zurück«, sagt Christian Ullrich, Experte für Supply Chain Network Management bei Staufen.

So räumen 68 Prozent der befragten Unternehmen ein, unter Engpässen in der Supply Chain zu leiden, knapp die Hälfte (45 Prozent) beklagt zudem Qualitätsprobleme bei ihren Lieferanten und 39 Prozent der Studienteilnehmer kämpfen mit stark gestiegenen Transportkosten. Alarmierend: Nur 13 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre Lieferketten als »sehr stabil«. Die Mehrheit (69 Prozent) hält sie für »eher stabil«, während fast jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) die eigene Situation als instabil einschätzt.

Die Verwundbarkeit der Unternehmen zeigt sich auch in den Antworten auf die Frage, für wie widerstandsfähig sie die eigene Organisation insgesamt einschätzen. Nur 20 Prozent der Befragten halten ihr Unternehmen für »sehr widerstandsfähig«. Staufen-Berater Ullrich erklärt: »Resilienz ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Gerade vor dem Hintergrund zunehmend volatiler Rahmenbedingungen sollte es der Anspruch sein, den Anteil wirklich resilienter Unternehmen deutlich zu steigern und in die eigene Anpassungsfähigkeit zu investieren.« Er rät zu diversifizierten Lieferketten und flexiblen Produktionssystemen, eingebettet in eine auf operative Exzellenz ausgerichtete Unternehmenskultur.

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Investitionen sollten in den Fokus rücken

Ullrich ergänzt: »Es geht nicht nur darum, Kosten zu senken, sondern belastbare und flexible Strukturen aufzubauen. Das erfordert Investitionen in Technologie, aber auch in Kompetenzen und Partnerschaften, die sich mehrfach auszahlen können und daher stärker in den strategischen Fokus rücken sollten. Hier liegt eine Chance, die viele Unternehmen noch nicht erkannt haben.«

Für die Studie befragte die Unternehmensberatung Staufen 209 Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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