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Artikel und Hintergründe zum Thema

VDW

dpa | Andrea Gillhuber,

Starke Nachfrage aus den USA und China

Die Auftragsbücher der deutschen Werkzeugmaschinenbauer haben sich trotz Lieferengpässen und wirtschaftlicher Folgen des Ukraine-Krieges im ersten Halbjahr kräftig gefüllt. Dennoch bleiben viele Unsicherheiten.

© VDW

Die Bestellungen legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einschließlich Preiserhöhungen (nominal) um 34 % zu, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) mitteilte. »Bezogen auf die erste Jahreshälfte ist das Volumen sogar fast auf Rekordniveau 2018«, sagte VDW-Geschäftsführer Wilfried Schäfer. Die Unsicherheit wachse jedoch.

Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

© VDW

Die Hersteller profitierten den Angaben zufolge im Ausland vor allem von der weiterhin starken Nachfrage in China und den USA. Der Corona-Lockdown in Shanghai und in anderen Städten Chinas habe im zweiten Quartal keine tieferen Spuren hinterlassen, sagte Schäfer. Insgesamt stiegen die Bestellungen im Zeitraum April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 %. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 27 %, die aus dem Ausland um 23 % zu.

Wegen Lieferengpässen und Materialmangels können die Aufträge allerdings nicht immer im gewohnten Tempo abgearbeitet werden. Das macht sich beim Umsatz bemerkbar. Er lag im ersten Halbjahr 7 % über dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) stagnierte der Umsatz. »Die Lieferkettenprobleme sind demnach wie befürchtet noch lange nicht ausgestanden«, sagte Schäfer.

Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten trübte sich die Stimmung in der Werkzeugmaschinenindustrie den Angaben zufolge zuletzt ein. Im Krieg Russlands gegen die Ukraine sei kein Ende abzusehen, sagte Schäfer. Die Energieversorgung im kommenden Herbst und Winter bleibe unsicher. Zudem zeichne sich in China eine gesamtwirtschaftliche Wachstumsschwäche ab.

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