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AUVESY | Tiffany Dinges,

Produktionskette absichern mit Version Control

Bereits ein einziger Fehler im Produktionsprozess kann Unternehmen Geld, Ressourcen und Zeit kosten. Häufig liegt die Ursache an Veränderungen der Programmierung oder der Konfiguration einzelner Maschinen. Die Vorbereitung auf den Worst Case liegt in der Transparenz aller Assets.

© IM Imagery/Adobe Stock

Wer hat was, wann und warum modifiziert? Im Ernstfall helfen Versionsvergleiche, die Auslöser eines Stillstandes schnellstmöglich zu identifizieren und den Fehler zu beheben. So können Downtimes vermieden oder erheblich verkürzt werden. Die bekanntesten Player der Industrie vertrauen auf die Softwarelösung octoplant von AUVESY-MDT.

Fall 1: Ein falscher Klick sorgt für den Verlust mehrerer Millionen Euro

Welche immensen Schäden bereits geringe Veränderungen der Daten auslösen können, zeigt das Beispiel eines multinationalen Herstellers von Konsumgütern. Während der routinemäßigen Wartung einer Produktionsanlage wurde eine Änderung am Automatisierungsprogramm einer einzelnen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) vorgenommen – unbeabsichtigt. Diese Änderung blieb wochenlang unbemerkt. Die Konsequenz: Die Produktion und Auslieferung von mehreren Millionen Litern fehlerhafter Produkte. Als das Problem schließlich erkannt wurde, waren die Fehlproduktionen bereits im Handel angekommen und eine kostspielige, öffentlichkeitswirksame Rückrufaktion musste gestartet werden. Zum erheblichen finanziellen Verlust kam so auch noch die Schädigung der Unternehmensmarke.

Um einem solchen Szenario vorzubeugen, sollten Produktionsverantwortliche die folgenden Fragen jederzeit beantworten können: Weiß ich wer, was, wann und warum an meinen Assets verändert hat? Und vor allem: Sind diese Änderungen auch in meinem Sinne?

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Überblick bei komplexen Prozessen

Den Überblick über alle Anlagen und Programme zu behalten, ist herausfordernd und ohne kompatible Technologie nahezu unmöglich. Die Lösung bietet das Unternehmen AUVESY-MDT mit der Softwareplattform octoplant. Diese ermöglicht – aufgrund ihrer Kompatibilität mit allen Herstellern und Automatisierungstechnologien – die nahtlose Sicherung und Transparenz über alle Assets entlang der Produktionskette.

Durch die Integration aller Geräte können Änderungen an Produktionssystemen auf Datenbasis auch auf heterogenen Shopfloors transparent gemacht werden. Ein zuverlässiges End-Point-Management erfasst konsequent Änderungen an Konfigurationen und Projektständen der operativen Technologie (OT). So lässt sich die Lücke zwischen OT in der Fertigung und IT nachhaltig schließen. Die automatisierte Produktion ist gemäß hoher IT-Standards robust und kontrollierbar abgesichert – ganz gleich ob PLC, HMI, CNC, SCADA-Systeme oder Roboter.

Backups als Basis für Versionsvergleich

octoplant schützt sensible Produktionsdaten und deckt Sicherheitslücken im System auf. Die Datenmanagement-Lösung dient dabei als Basis der Versionskontrolle. Dies gelingt durch eine zuverlässige Backup-Lösung, die enorme Datenmengen automatisiert erfasst. Die Software lokalisiert Veränderungen in Prozessen, zeigt unvorhergesehene Abweichungen auf und stellt alle Informationen in individuell konfigurierbaren E-Mails zusammen. So bekommen die richtigen Personen die für sie relevanten Informationen schnell und übersichtlich zugesandt und sind jederzeit in der Lage, auf den aktuellen Status sowie die Veränderungen zu reagieren.

Fall 2: Anpassungen durch Zulieferer akzeptieren oder nicht

SmartCompare - Änderungserkennung auf einen Blick

© AUVESY-MDT

Der Versionsvergleich lässt sich auf unterschiedliche Weise nutzen. Klassisch ist der binäre Vergleich von Version 1 zu Version 2, mit dem sich Unregelmäßigkeiten und Fehler beheben lassen. Aber auch ein Textvergleich ist möglich, z. B. zum Vergleich von Programmcode. Die Funktion SmartCompare punktet zudem mit grafischen Vergleichen. Dr. Jonas Kalb, Head of Product bei AUVESY-MDT, erläutert dazu: „Ob bei der Ursachensuche für Stillstände, beim Verdacht eines Cyberangriffs oder bei der Freigabe von neuen Programmcodes – ein Blick auf die Veränderungen ist der einzige Weg, handlungsfähig zu bleiben.“ Als Beispiel: Ein großer internationaler Automobilhersteller arbeitet mit etwa 20 externen Dienstleistern zusammen. Jeden Tag liefern diese Dienstleister SPS-Programme auf ihrem USB-Stick. Mit octoplant können die Produktionsverantwortlichen über den „Supplier Check Out“ die von den externen Dienstleistern vorgenommenen Änderungen genau verfolgen und entscheiden, welche Änderungen sie akzeptieren und welche nicht.

Fall 3: Versionsvergleich als Game-Changer im Ernstfall

Wie der der Versionsvergleich von octoplant im Schadensfall hilft, das eingangs genannte Szenario zu vermeiden, zeigt das folgende Beispiel: Im Tanklager eines Öl- und Gasunternehmens kam es 2022 zu einem Stromausfall. Nach der Wiederaufnahme der Befüllung von Kesselwagen traten weiterhin Probleme mit den Ventilen auf. Vor Ort vermutete man, es handele sich um ein mechanisches Problem. Ein Vergleich der Backups vor und nach der Abschaltung zeigte jedoch die eigentliche Ursache auf: unterschiedliche Zeitwerte durch einen Speicherchip, der von der SPS während des Neustarts geladen wurde. Ein winziger Fehler, dessen Ursachensuche Tage hätte dauern können. Dank octoplant konnte das Problem innerhalb von einer Stunde über ein Support-Ticket gelöst werden. Weitere Verzögerungen bei der Befüllung und damit verbundene finanzielle Einbußen wurden so vermieden.

„Detaillierte Versionsvergleiche sind ein Game-Changer in der Produktion“, erklärt Dr. Jonas Kalb, „Wenn ich wirklich wissen will, was auf dem Shopfloor los ist, reicht mir die reine Information, dass etwas verändert wurde, oft nicht aus. Ich will auf Anhieb erkennen, was passiert ist, damit ich im Ernstfall Fehlerquellen schnell identifizieren und beheben kann.“

Komplexe Verwaltung – Einfach dargestellt

octoplant vereinfacht die Überwachung von Änderungen, indem jede Anpassung sowie die Historie vergangener Anpassungen auf der Benutzeroberfläche angezeigt werden. Außerdem können einer Änderung dort Notizen über die Modifikationsgründe hinzugefügt werden – so wird die Benutzeroberfläche für alle Verantwortlichen selbsterklärend und die Zusammenarbeit noch einfacher. Auch im visuellen Vergleich können die Versionen nebeneinander gegenübergestellt und Änderungen auf einen Blick wahrgenommen werden. 

Übersichtlich aufbereitet befinden sich im Dashboard Metadaten wie die Anzahl und Asset-Infos (Hersteller, Firmware-Version oder Bestellnr.) der von octoplant verwalteten Geräte/Editoren oder Aktualität des letzten Projekt-Geräte-Vergleichs. Der Kern bleibt aber eine OnPrem-Lösung, die mit lokalen Instanzen und Servern vor Ort verbunden ist. So werden sensible Daten und Backups vor Ort gesichert, während das Reporting in beiden Versionen übergreifend einen Überblick verschafft: wertvolle Einblicke in Jobs, Geräte und die Auswertung vergangener Projekte. Projektingenieure, technische Leiter, leitende Ingenieure und Schichtleiter werden das zu schätzen wissen. Nicht umsonst verlassen sich aktuell circa 60 Prozent der bekanntesten Produktionsunternehmen auf octoplant: 2.800 Kunden rund um den Globus, die auf AUVESY-MDT und das globale Netzwerk von über 100 Partnern auf allen Kontinenten zählen.

AUVESY-MDT ermöglicht Unternehmen den Übergang zu den Anforderungen der Industrie 4.0

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