Konjunktur weltweit
Eurozone kommt schwungvoll aus der Rezession
Die Wirtschaft in der Eurozone nimmt an Fahrt auf: Die vier größten Volkswirtschaften legten im Frühjahr mehr oder weniger stark zu. Dennoch: Die Stimmung in Industrieunternehmen ist getrübt.
In der Eurozone hat die Wirtschaft im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen und den Weg aus der Rezession geschafft. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 2 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mit. Experten hatten für die Monate April bis Juni im Schnitt einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % erwartet.
Im Winterhalbjahr hatten noch Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die Wirtschaft belastet. Im ersten Quartal war die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum um 0,3 % im Quartalsvergleich geschrumpft und im Schlussquartal 2020 um 0,6 %. Wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen schrumpft, sprechen Ökonomen von einer Rezession.
Die vier größten Volkswirtschaften der Eurozone legten im Frühjahr mehr oder weniger stark zu. Am kräftigsten unter den Top 4 kam die Konjunktur in Spanien in Schwung - mit einem Wachstum von 2,8 %. Die italienische Wirtschaft legte ähnlich stark um 2,7 % zu, während das Wachstum der deutschen Wirtschaft mit 1,5 % und der französischen mit 0,9 % schwächer ausfiel.
Stimmung der Industrieunternehmen eingetrübt
Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juli nach einem Rekordhoch etwas eingetrübt. Der Dämpfer fiel allerdings nicht so stark wie erwartet aus. Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit gab um 0,6 Punkte auf 62,8 Zähler nach, wie das Forschungsunternehmen am Montag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Juni war der Indikator bis auf 63,4 Punkte und damit auf den bis dahin höchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Juni 1997 gestiegen.
In der ersten Schätzung für Juli hatte Markit noch einen etwas niedrigeren Wert von 62,6 Punkten gemeldet. Trotz des Dämpfers liegt der Index seit 13 Monaten über der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Werte oberhalb der Marke sind ein Hinweis auf ein Wachsen der wirtschaftlichen Aktivitäten, Werte unterhalb deuten auf ein Schrumpfen hin.










