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Artikel und Hintergründe zum Thema

WSCAD auf der SPS 2025

Inka Krischke,

KI-generierter Schaltschrankbau live

Am Beispiel zweier Demonstrationsschränke zeigt WSCAD erstmals live, wie mit KI aus einem digitalen Schaltplan in Electrix AI 2026 automatisch ein Schaltschranklayout erzeugt wird und daraus ein realer Schaltschrank entsteht.

Weltneuheit im E-CAD: Aus einem Stromlaufplan erzeugt die KI von 'Electrix AI' 2026 in wenigen Minuten ein Schaltschranklayout - und merkt sich kundenspezifische Regeln und Präferenzen. Im Bild Dr. Axel Zein und Christian Rathgeber von WSCAD. © WSCAD

Fachbesucher können erleben, wie eine konsequente Daten- und KI-Integration den gesamten Engineering- und Fertigungsprozess im Steuerungs- und Anlagenbau grundlegend verändert. Grundlage dessen ist die KI-Funktion von ‚Electrix AI 2026‘, die aus einem Schaltplan automatisch ein vollständiges Schaltschranklayout mit Geräteplatzierung, Verdrahtung und Beschriftung erstellt. Algorithmen berücksichtigen elektrische Verbindungen, Bauteilparameter und Herstellerdaten, sodass in Sekunden ein fertigungsgerechtes Layout entsteht. Zudem wird die KI genutzt, um bestehende Papier-, DWG- und PDF-Pläne automatisch in intelligente Schaltpläne mit Querverweisen und Sprungmarken zu konvertieren. Projektdaten aus Fremdformaten lassen sich so direkt in WSCAD überführen, und Instandhalter generieren daraus digitale Zwillinge, die Wartung, Dokumentation und Fehlersuche erheblich beschleunigen.

Demonstrator 1: Der erste, gemeinsam mit Schneider Electric (SE) entwickelte Schrank wurde mit Electrix AI 2026 per KI generiert. Er zeigt die neue SE-Produktserie ‚TeSys Deca Snap-In‘, deren werkzeuglose Stecktechnik eine schnelle und einfache Installation ermöglicht. Im Vergleich zu Schraubverbindungen lassen sich Leiteranschlüsse in Sekunden herstellen – laut Hersteller mit bis zu 96 % Zeitersparnis. Über den Schneider-Electric-Produktkonfigurator in 'wscaduniverse.com' werden Komponenten und Zubehör direkt in das Projekt übernommen. Ebenfalls integriert ist ProClima, das die Klimatisierung und Luftführung im Schaltschrank berechnet und konfiguriert.

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Ein weiteres Highlight ist die 'WSCAD Cabinet AR App': Per Scan mit Smartphone oder Tablet erhalten Instandhalter sofort Zugriff auf Schaltplanseiten, Artikeldaten, Original-Herstellerdatenblätter und 3D-Ansichten, um Anschlüsse oder Befestigungen auf der Rückseite ohne Ausbau prüfen zu können. Ersatzteile lassen sich direkt anfordern, während Änderungen automatisch über die Redlining-Funktion in die Dokumentation zurückgespielt werden. So entsteht ein interaktiver digitaler Zwilling, der jederzeit den aktuellen Zustand der Anlage abbildet und die Verbindung zwischen physischer und digitaler Welt nahtlos herstellt.

Demonstrator 2: Der zweite, per KI generierte und bei Phoenix Contact gebaute Schrank ist ein Gemeinschaftsprojekt von WSCAD, ABB, Häwa und Phoenix Contact. Er zeigt die komplette digitale Prozesskette vom Schaltplan bis zur Montage. Grundlage bilden digitale Produktdaten der Komponenten aus wscaduniverse.com. „Digitale Produktdaten haben bei ABB einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund stellen wir diese Daten auf der Plattform wscaduniverse.com bereit und bauen unser digitales Portfolio kontinuierlich aus“, erklärt Manfred Lindert, eCommerce Specialist bei ABB, und Sophia Hardeck, Director Product Marketing Business Unit Industrial Cabinet Solutions bei Phoenix Contact, fügt hinzu: "Die Zukunft des Schaltschrankbaus liegt in der intelligenten und effizienten Verbindung von Daten aus dem Engineering mit der manuellen wie automatisierten Fertigung von Schaltschränken. Die Kombination der Engineering-Kompetenz von WSCAD und unserem Know-how in der Detailplanung und Fertigung schafft dabei echte Mehrwerte für unsere Kunden."

So werden die Klemmleisten während des Schrankaufbaus an die Software 'ClipX Engineer' übergeben, dort automatisch vervollständigt und anschließend zurück in Electrix AI 2026 importiert. Daraus entstehen Materiallisten, Klemmen- und Verdrahtungspläne, die den weiteren Fertigungsprozess steuern. Die Markierungssoftware ‚Marking system‘ erstellt Beschriftungsdaten, steuert Drucksysteme und sorgt für eine konsistente Kennzeichnung aller Bauteile. Verdrahtungsinformationen werden an die Software 'Wire assist' übertragen, die das Zuschneiden, Abisolieren, Crimpen und Beschriften der Drähte teilautomatisiert und den Verdrahtungsprozess über ein Werkerassistenzsystem unterstützt. So entsteht ein fehlerfreier Workflow und ein komplett verdrahteter Schaltschrank in kürzester Zeit.

Ein 3D-Modell dieses Schranks ist auch bei Häwa am Stand zu sehen. Mithilfe einer VR-Brille können Besucher live erleben, wie der leere Schrank später einmal mit bestückten Komponenten aussehen wird. „Mit dem digitalen Wandel verlagert sich die Wertschöpfung zunehmend in die Planung“, sagt Martin Miller, Produktmanager bei Häwa. „Als Schaltschrankhersteller denken wir deshalb Lösungen ganzheitlich – von der softwaregestützten Planung über flexible Fertigung bis hin zur zertifizierten Serienlösung. Die Zukunft liegt in der nahtlosen Verbindung von Engineering, Automatisierung und Qualitätssicherung.“

Ebenfalls live auf dem WSCAD-Stand präsentiert Weidmüller stündlich die laserbasierte Beschriftungstechnologie Klippon Automated RailLaser. In Kombination mit M-Print PRO wird gezeigt, wie Beschriftungsdaten aus Electrix AI 2026 direkt an Laser- und Drucksysteme übergeben werden. Ein weiteres Beispiel für den durchgängigen digitalen Datenaustausch zwischen Engineering und Fertigung. Besucher dürfen zudem personalisierte, gelaserte Give-aways mitnehmen.

Mit diesem Gemeinschaftsprojekt zeigt WSCAD auf der SPS 2025 eine marktreife Lösung, die den gesamten Engineering- und Fertigungsprozess digitalisiert.


WSCAD auf der SPS 2025: Halle 6 Stand 230

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