Robotik / Maschinenbau

Günter Herkommer,

Kuka-Konzern wieder in der Gewinnzone

Ende März hat die Kuka AG die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 bekannt gegeben. Sowohl im Auftragseingang und Umsatz als auch beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielte der Konzern jeweils einen neuen Rekordwert.

© Kuka

Im Einzelnen stellen sich die Kennzahlen des Augsburger Maschinenbauers wie folgt dar: Die Auftragseingänge steigen im Konzern um 36 % auf 1,553 Mio. Euro. Dabei steigerte der Geschäftsbereich Robotics seine Bestellungen um 34,6% auf 654,4 Mio. Euro (Vorjahr: 486,2 Mio. Euro). Die Kundensegmente Automotive und General Industry zeigten dabei vergleichbare hohe Wachstumsraten. Der Geschäftsbereich Systems konnte in 2011 zahlreiche Großaufträge aus der Automobilindustrie vor allem im Karosseriebau und in der Montagetechnik sowie aus der General Industry gewinnen und erzielte damit im Jahresvergleich eine Steigerung um 27,9 %. Insgesamt betrugen die Auftragseingänge dieses Geschäftsbereichs 916,6 Mio. Euro (2010: 716,8 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse des Kuka-Konzerns erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,44 Mrd. Euro ebenfalls einen Rekordwert und ein Plus von 33,1% gegenüber dem Vorjahr (1,079 Mrd. Euro). Der Geschäftsbereich Robotics verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 616,3 Mio. Euro, ein Anstieg um 41,5 % gegenüber dem Vorjahr (435,7 Mio. Euro). Systems steigerte die Umsatzerlöse um 22,4 % auf 850,7 Mio. Euro (Vorjahr: 695,3 Mio. Euro).

Entsprechend erhöhte sich auch der Auftragsbestand im KUKA Konzern weiter und erreichte zum Jahresende 2011 einen Wert von 724,0 Mio. Euro; dies ist ein Anstieg von 14,8 % gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31.12.2010: 630,5 Mio. Euro). Robotics verfügte dabei zum Jahresende 2011 über einen Auftragsbestand von 184,4 Mio. Euro (+23,8%) und Systems von 545,0 Mio. Euro (+9,0%).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im Gesamtjahr verdreifachte sich nahezu auf 72,6 Mio. Euro (Vorjahr: 24,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich ebenfalls deutlich und wuchs von 2,3 % in 2010 auf 5,1 % in 2011. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Dabei konnte Robotics seinen Beitrag zum Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdoppeln: von 20,8 Mio. Euro (2010) auf 51,0 Mio. Euro (2011). Systems steigerte auch durch eine verbesserte Auslastung sein EBIT von 20 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro. Nach Steuern belief sich das Ergebnis im Konzern auf 29,9 Mio. Euro (Vorjahr: -8,6 Mio. Euro).

Auf der Basis eines hohen Auftragsbestandes erwartet der Kuka in 2012 einen Umsatz mindestens auf dem Niveau des Vorjahres (2011: 1,44 Mrd. Euro).

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