Steckverbinder / Verbindungstechnik
Belden forciert kundenspezifische Lösungen
Der US-amerikanische Konzern Belden setzt verstärkt auf kundenspezifische Lösungen: Bis 2014 sollen die beiden Belden-Marken Lumberg Automation und Hirschmann den Anteil individueller Lösungen von aktuell 30 % auf 50 % steigen.
Beispiel für eine kundenspezifische Lösung: Robustes Steckersystem für Sensoren, bestehend aus Kontaktträger und Flanschgehäuse, das in Hydraulikzylinder integriert in Baumaschinen, Flurförderzeugen oder Landmaschinen zum Einsatz kommt.
© BeldenLumberg Automation und Hirschmann fertigen Steckverbinder und Connectivity-Systeme für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau. Neben Standardausführungen von Sensor- und Aktorsteckverbindern, konfektionierten Verbindungskabeln sowie Verteilersystemen und E/A-Modulen werden ebenso kundenspezifische Lösungen entwickelt. Diese Aktivitäten machen heute rund ein Drittel des Umsatzes aus. Bis 2014 soll dieser Anteil auf über 50 Prozent steigen.
Um dieses Ziel zu erreichen, kommt es neben dem technologischen Know-how vor allem auf Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten an – speziell in der Entwicklung. „Die dazu erforderlichen organisatorischen und produktionstechnischen Voraussetzungen sind mittlerweile geschaffen“, betont Dr. Hubert Ermer, Geschäftsführer der Belden Industrial Connecting Division, die das Geschäft mit Steckverbinder und E/A-Komponenten der Marken Lumberg Automation und Hirschmann umfasst. Aus Experten der Entwicklungsabteilung, Material- und Produktionstechnik wie auch Produktmanagement wurde ein so genanntes Customer-Request-Team gebildet, deren Mitglieder ohne die klassischen Abteilungsgrenzen Kundenanfragen gemeinsam bearbeiten und Lösungen entwickeln. „Die Entwicklung eines neuen Verbindungskabels mit angespritzen Steckverbindern dauert einschließlich Freigabe durch den Kunden im Schnitt daher nur noch sechs Wochen“, erklärt Ermer.
Über das in die Halterung von Glasfassaden integrierte Steckverbinder- und Verteilersystem werden die LED-Leuchten verdrahtet und angesteuert.
© BeldenKonkrete Beispiele sind ein spezifisches Steckverbinder- und Verteilersystems, das die einfache Verdrahtung von LED-Lampen ermöglicht, die in die Halterung von Glasfassaden integriert sind. Bei einer anderen kundenspezifischen Lösung wurde ein robustes Steckersystem für Sensoren, bestehend aus Kontaktträger und Flanschgehäuse, konzipiert, das sich in Hydraulikzylinder von Baumaschinen, Flurförderzeugen oder Landmaschinen integrieren lässt.
Bei der Realisierung solcher Lösungen nutzt der Geschäftsbereich nicht nur die produktbezogene Plattformstrategie, sondern ebenso auch das Know-how des Mutterkonzerns Beldens bei Kabeln und auf dem Gebiet der Netzwerktechnik. Die Kernkompetenz bildet jedoch die jahrzehntelange Erfahrung mit Steckverbinder- und Connectivity-Systemen. Dazu Dr. Ermer: „Um den jeweiligen Anforderungen stets gerecht zu werden, verwenden wir unterschiedliche Kunststoffe, Kontaktstifte und Drehteile.“
Damit die gemeinsam mit Kunden erarbeiteten Lösungen schnell umgesetzbar sind, wurden Produktionsmittel angeschafft, die ausschließlich der Herstellung von Prototypen dienen. Auch die Fertigung wurde so aufgestellt, dass sich Serien mit kleinen Stückzahlen effektiv produzieren lassen.









