Wago
2022 mit Rekordumsatz abgeschlossen
Die Wago-Gruppe hat im Jahr 2022 ein neues Rekordergebnis erzielt: Der Umsatz des Herstellers von Verbindungs- und Automatisierungstechnik beziffert sich auf 1,34 Mrd. Euro.
So wird das neue Wago-Logistikzentrum am Standort Sondershausen aussehen.
© Wago»13 % Umsatzwachstum in einem Jahr, das von steigenden Kosten, Energiekrise und Materialengpässen geprägt war, ist ein bemerkenswertes Ergebnis«, sagt CEO Dr. Heiner Lang. Die Umsatzverteilung nach Landesmärkten blieb bei Wago im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von rund 27 % traditionell den wichtigsten Markt darstellt, erreichte das übrige Europa 42 %; ROW (Rest of World) stieg auf gut 31 %. Insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent habe sich das Geschäft mit 26 % Wachstum überproportional entwickelt. Auch das Geschäft in Asien sei mit fast 20 % überdurchschnittlich gewachsen - insbesondere in Indien und Korea, aber auch in Japan stiegen die Marktanteile deutlich.
Auch wenn sich Wago zunehmend international aufstellt, liegt der Investitionsfokus weiterhin auf den deutschen Niederlassungen. 2022 hat das Unternehmen insgesamt 101 Mio. Euro investiert, 2023 werden es mehr als 180 Mio. Euro sein – das größte Invest in der Unternehmensgeschichte. Dabei spielt die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle. Ende 2022 nahm das neue Ausbildungszentrum in Minden seinen Betrieb auf. 6 Mio. Euro wurden hier in die Zukunftsbeschäftigung investiert. Auf 3.500 m² Fläche finden technische und kaufmännische Auszubildende sowie duale Studierende eine gemeinsame Lern- und Arbeitsumgebung. Darüber hinaus werden am Mindener Stammsitz die Kapazitäten in der Spritzerei aufgestockt.
Mit 40 Mio. Euro ist der Bau eines neuen Logistikzentrums in Sondershausen das größte Investitionsprojekt der kommenden Jahre. Auf einer Fläche von 11.000 m² entsteht ein modernes Hochregallager mit neuesten Technologien, einem hochautomatisierten Kommissionier- und Lagerbereich und Büroflächen. Die Arbeiten laufen seit Herbst 2022, die Inbetriebnahme ist für 2024 geplant. »Um den Standort zukunftsfähig zu entwickeln und nachhaltig zu sichern, investieren wir vorausschauend in die Digitalisierung und Automatisierung unserer Logistik«, so Jürgen Koopsingraven, der als CFO im März die Geschäftsführung des kaufmännischen Bereichs von Axel Börner übernahm.
Blick in die Zukunft
Die Folgen des Ukraine-Konflikts sind auch für Wago deutlich spürbar: Die Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport sind enorm gestiegen. Hinzu kommen weiterhin Lieferengpässe, auch wenn sich die Lage langsam entspanne: »Wir haben aktuell noch nicht wieder normalisierte Zulieferzeiten, beispielsweise für Automatisierungsprodukte, und starten deshalb mit einem hohen Auftragsbestand in das laufende Geschäftsjahr. Für 2023 erwarten wir eine knapp zweistellige Umsatzsteigerung, die allerdings einer starken Anstrengung bedarf, da sich die konjunkturellen Unsicherheiten auf die Entwicklung von Geschäftschancen auswirken werden,« erklärt Dr. Heiner Lang.














