Bildverarbeitung

Joachim Kroll,

Fußball aus der 360-Grad-Perspektive

Der Abo-Sender Sky will eine Technologie von Intel einsetzen, bei der die Zuschauer spielentscheidende Szenen aus jedem Blickwinkel betrachten können. Aber der Aufwand bei der Produktion ist enorm.

FreeD: Virtuelle Kamerafahrten, die aus einer 360-Grad-Ansicht berechnet werden.

© Intel/Youtube

Das Betrachten eines Fußballspiels aus nur einer Perspektive kann immer wieder für Missverständnisse sorgen. Foul oder nicht Foul? Handspiel oder optische Täuschung? Durch einen veänderten Blickwinkel lassen sich Situationen viel besser beurteilen. Möglich macht das eine Software namens FreeD, die von einer Firma namens Replay stammt.

Aber nicht nur Software allein: Das Fußballspiel wird mit 32 Kameras aufgenommen, die rund um das Spielfeld positioniert sind. Aus ihnen setzt FreeD ein nahtloses Panorama zusammen. Die Regisseure von Sky können daraus Kameraschwenks erzeugen, in denen der Betrachter förmlich auf ein Spielereignis zufliegt und es aus unterschiedlichen Winkeln sieht.

Die Kameras haben 5K-Auflösung und liefern ein Terabyte an Rohdaten pro Sekunde. Diese Daten werden von Computern mit Intel-Xeon-E5- und Core-i7-Prozessoren verarbeitet um aus den Streams die gewünschten Ansichten aufzubereiten. Auf Youtube zeigt Intel eine (synthetische) Demonstration der Effekte.

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