zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Augmented Reality

Nicole Wörner,

Google Glass analysiert Emotionen

Wissenschaftler am Fraunhofer IIS haben eine Software für die Datenbrille Google Glass entwickelt, die mit Hilfe der eingebauten Kamera Gesichter anderer Menschen detektiert und deren Geschlecht, ungefähres Alter sowie deren Emotionen bestimmt - das alles in Echtzeit.

Alter, Geschlecht und Gemütszustand - all das zeigt die Google-Brille an.

© Fraunhofer IIS/Jens Garbas

Alle Berechnungen finden auf der CPU der Brille statt, das heißt, die Bilddaten verlassen das Gerät nicht. Und auch eine Identifizierung der entsprechenden Person ist mit der Software nicht möglich.

Vielseitige Anwendungen

Die "Glassware" (Software für Google Glass) SHORE eröffnet ein ganzes Spektrum an neuen Anwendungen für Datenbrillen - etwa als Hilfsmittel zur Kommunikation für Personen mit Erkrankungen aus dem autistischen Spektrum. Denn viele Autisten haben Probleme damit, den emotionalen Gehalt eines Gesichtsausdrucks zu interpretieren. Diese fehlende Information könnte mittels Datenbrille in das Gesichtsfeld eingeblendet werden.

Ebenso können Sehgeschädigte von der neuen Software profitieren. Sehgeschädigte könnten auf akustischem Weg Zusatzinformationen über Personen in der Umgebung erhalten.

Auch interaktive Spiele oder Anwendungen aus der Marktforschung sind denkbar. Die Bestimmung des Geschlechts und die Schätzung des Alters der detektierten Personen sind weitere Merkmale der Software, die für solche Anwendungen nützlich sein können.

SHORE: Software zur Gesichtsdetektion und -analyse

Durch die Teilnahme am Google Glass-"Explorer Program" konnten Mitarbeiter des Fraunhofer IIS die Brille vor der Markteinführung testen. Möglich wurde die Entwicklung der App für Google Glass durch eine Entwicklung des Fraunhofer IIS in Erlangen: Die Entwickler passten die am Institut entwickelte Softwarebibliothek SHORE an und implementierten sie als Glassware.

Die Software ermöglicht die Detektion von Objekten und Gesichtern sowie deren Feinanalyse. Aufgrund des hohen Optimierungsgrads der Software kann sie für nahezu allen Plattformen und Betriebssystemen angepasst werden, insbesondere in mobilen Geräten, wie Tablets oder Smartphones.

 

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Progea

Augmented Reality per Google Glass

Die Google Glass im industriellen Einsatz - noch Vision oder schon Realität? Bei Progea ließ sich auf der SPS IPC Drives das Alltagsszenario zumindest schon mal ausprobieren und erfühlen. Geschäftsführer Markus Stadelhofer erläutert den Status Quo...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Wearable Computing

Datenbrille 'Oculus Rift' geknackt

Sie ist eines der erfolgreichsten Crowdfunding-Projekte weltweit und liegt nun in der zweiten Entwickler-Version vor. Marktreif ist die Datenbrille Oculus Rift zwar immer noch nicht, aber wir haben schon einen Blick unter die Abdeckungen gewagt.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren