zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Sigmatek

Lukas Dehling,

Die webbasierte Visualisierung

Flexibilität und Offenheit, Trennung von Optik und Funktion sowie Web-Technologie als Basis: All diese Kern-Attribute eines modernen Visualisierung-Tools erfüllt der 'Lasal ­VisuDesigner', wie Lucia Krautgartner, Software-Tools-Produktmanagerin bei Sigmatek, erläutert.

Lucia Kraut­gartner: "Die Objekt­orientiertheit ist, wie schon in den bestehenden Lasal-Tools, ein wichtiger Bestandteil des web­basierten 'VisuDesigners'."

© Sigmatek

Frau Krautgartner, was sind die aktuellen Anforderungen in Sachen Visualisierung?

Lucia Krautgartner: Eine der Anforderungen an eine moderne Visualisierung ist, dass die Prozessinformationen zu jeder Zeit an jedem Ort verfügbar sind. Um Stillstandzeiten zu verringern, müssen die Anwendungsdaten der Maschine allzeit abrufbar und veränderbar sein – ob direkt vor Ort oder über Fernzugriff. Also ist eine plattformunabhängige Visualisierung gefragt, die performant auf jeglicher Hardware bedienbar ist. Natürlich gehören in der heutigen Zeit Bedienelemente und -Bedienkonzepte dazu, wie wir sie von Smartphones und Tablets gewohnt sind.

Wie werden Sie diesen Anforderungen mit dem ‚VisuDesigner‘ gerecht?

Lucia Krautgartner: Sigmatek verwendet für die Visualisierung die Web-Standards HTML5, CSS und JavaScript. Trotz rasanter Entwicklung der Web-Technologien sind diese extrem beständig, so lässt sich zum Beispiel eine HTML-Seite von vor 25 Jahren immer noch mit den aktuellen Browsern korrekt anzeigen. Um die mit unserem ‚VisuDesigner‘ erstellte Bedienoberfläche von jeglichem Endgerät aus konsumieren zu können, ist lediglich ein Browser nötig.
Mit unserem Engineering-Tool lassen sich mit Hilfe der umfangreichen Bedienelement-Bibliothek und dem browserbasiertem WYSIWYG-Editor ganze Oberflächen ohne Programmierkenntnisse einfach zusammenstellen. Spezialisten können, dank der Offenheit des VisuDesigners, einfach bestehende JavaScript-Code-Snippets und ganze Controls, sprich Bedienelemente, ob aus dem Internet oder selbstentwickelt, einbinden und nahtlos in die Visualisierung einfügen.

Warum ist Ihnen die Trennung von Content und Layout wichtig?

Lucia Krautgartner: Unser Tool ist objektorientiert: Die Trennung von Programmlogik und Darstellungsform ist wichtig, um die Oberfläche leicht anpassen und optimieren zu können, ohne die Logik neu entwickeln zu müssen. Dies erleichtert die Wartbarkeit enorm, da die Logik nicht mehr getestet werden muss.

Wie steht es um responsive Design?

Lucia Krautgartner: Wir verwenden bewusst kein responsives Design, da für uns die ausgefeilten Bedienkonzepte im Vordergrund stehen. Einzig bei Änderungen in der Diagonale wird skaliert, da hier die Positionierung meist unverändert bleibt und somit der Wiedererkennungswert gewährleistet wird. Durch die Offenheit des Systems besteht die Möglichkeit, einen Container zu entwickeln, dessen Inhalt responsive positioniert beziehungsweise dargestellt wird.

Wurden an den Sigmatek-Geräten Adaptionen für die ‚VisuDesigner‘-Oberflächen vorgenommen?

Lucia Krautgartner: Für ein flüssiges Bedienerlebnis und bestmögliche Performance auf unseren HMIs, haben wir einen bestehenden HTML5-Browser für unsere Belange adaptiert und optimiert. Dabei ermöglicht die Multi-Client-Architektur das Browsen durch die Bildschirmseiten entkoppelt voneinander. Während der Anlagenbediener an der Maschine den Prozessablauf beobachtet, kann der Techniker von der Zentrale aus die Parameter anpassen. Um Fehlbedienungen zu vermeiden, gibt es eine Benutzerverwaltung, die die Zugriffsrechte überprüft.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

HMI-Oberflächen

Flexibel visualisieren

Flexibilität und Offenheit, Trennung von Optik und Funktion sowie Web-Technologie als Basis: Das sind die Kern-Attribute für ein Visualisierung-Tool, mit dem Entwickler die Anforderungen moderner HMI-Lösungen einfach umsetzen können.

mehr...

SPS IPC Drives 2018

Safety in der Sensorik

Was bieten Sensor-Hersteller aktuell in Sachen Safety an? Auf der SPS IPC Drives gab es hierzu einiges an cleveren Konzepten zu sehen - unter anderem bei Sick, Pepperl+Fuchs und Leuze electronic.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Start-ups

Der 'Automation Hackathon'

Beim 'Automation Hackathon' der SPS IPC Drives 2018 hatten sieben Start-ups die Chance, in 48 Stunden neue Geschäftsmodelle für ausgewählte Unternehmen der Automatisierungsbranche zu entwickeln. Gewinner: das Start-up Othermo in Zusammenarbeit mit...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren