Sigmatek

Günter Herkommer,

Zwei neue Drives-Serien

Sigmatek rundet jetzt die Palette der Antriebstechnik ab -- mit den "Minis" nach unten hin im Billig-Segment und mit den Dias-Drive-5000 im High-End-Segment.

Sigmatek-Geschäftsführer Andreas Melkus (links) und Rainer Bröcker, Entwicklungsleiter Antriebe, präsentieren die neuen Dias-Drives-100

Mit dem Dias-Drive-100 – intern auch Mini genannt – deckt Sigmatek künftig den unteren Leistungsbereich bis 1 KW bei 230 V beziehungsweise bis 2 KW bei 400 V mit einem modularen Antriebssystem für Multiachs-Applikationen ab. Bis zu acht Achsen sind in einem Modulträger integrierbar und benötigen dann lediglich einen Einbauraum von 300 x 200 x 195 mm inklusive Stecker. Laut Geschäftsführer Andreas Melkus bieten die Österreicher mit dem in Lamprechtshausen gefertigten Mini-Drive „europäische Technik zu asiatischen Preisen“. Für ein günstiges Kostenverhältnis sorge unter anderem das kompakte Systemkonzept mit einem Versorgungsmodul und separaten Achsmodulen. Trotzdem hat der 100er-Drive alle notwendigen Baugruppen an Bord, die für einen Einsatz in Europa notwendig sind, wie zum Beispiel Netzfilter und Bremswiderstand. Als Zielmarkt für den Mini hat Sigmatek grundsätzlich alle Applikationen im Visier, die Kleinservos benötigen - insbesondere die Bereiche Verpackung und Handling.

Der Dias-Drive-100 ermöglicht nicht nur die Auswertung in Europa üblicher Gebersysteme; auch asiatische Motoren lassen sich an diesen Servos betreiben.

Für eine ganz andere Branche – nämlich die Spritzgussindustrie – wurde der Dias-Drive-5000 maßgeschneidert. Hier besteht laut Melkus die Forderung nach hoher Spitzenleistung von bis zu 300 A für die größten Achsen, was etwa 200 KW Spitzenleistung entspricht, bei vergleichsweise geringer Dauerleistung. „Bisherige in diesem Umfeld eingesetzte Drives sind hierauf nicht ausgelegt“, so Melkus. Zudem integriert der Maxi-Drive Zusatzfunktionen, die bis dato extern aufgebaut werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel  ein integriertes 24V-Netzteil, das aus dem Zwischenkreis des Servoverstärkers versorgt wird und auch wichtige Verbraucher im Schaltschrank versorgen kann. Damit ist sichergestellt, dass ein Stromausfall nicht zu einem Crash führt, sondern die Maschine noch geführt abgebremst werden kann. Last but not least lasse sich durch die Integration von bis zu sechs Achsen in einem Kompaktgerät die Größe des Kühlkörpers und somit des Gesamtssystems verringern.

Beide Dias-Drives – der 100er und der 5000er - verfügen standardmäßig über die Sicherheitsfunktionen STO und SS1. Die Verbindung mit der Maschinensteuerung erfolgt über den Ethernet-basierten Varan-Bus oder optional über die CANopen-Schnittstelle.

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