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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sieb & Meyer

Andrea Gillhuber,

SD4x-Frequenzumrichter mit neuen Varianten

Sieb & Meyer hat seine Frequenzumrichter für Hochgeschwindigkeits-Anwendungen, die ‚SD4x‘-Produktfamilie, ausgebaut.

© Sieb & Meyer

Die neuen Varianten der SD4S-, SD4M- und SD4B-Serien von Sieb & Meyer werden erstmals auf der SPS in Nürnberg zu sehen sein. Neben einer optimierten Performance sind laut Unternehmen höhere Drehzahlen sowie eine geringe Motorerwärmung ohne Sinusfilter möglich.

Zu sehen sein werden der ‚SD4S‘ in Baugrößen der 50-V-, der 230-V- und der 400-V-Klasse. Die verfügbare Prozessorleistung wurde für eine Erhöhung der maximalen Ausgangsfrequenz auf 4 kHz für Synchron- und 6 kHz für Asynchronmotoren sowie für neue Regelungsfunktionen genutzt. So ist es nun möglich, Synchronmotoren mit „vergrabenen“ Magneten, auch Interior Permanent Magnet Motor (IPM) genannt, zu betreiben. Das bei diesen Motoren zusätzlich zur Verfügung stehende Reluktanzmoment wird dabei arbeitspunktunabhängig in Echtzeit optimiert. Die verfügbaren Kommunikationsschnittstellen – CANopen, Modbus RTU/TCP, EtherCAT, Powerlink sowie Profinet IO – erlauben die Einbindung in unterschiedliche Applikationsfelder.

Die Drei-Level-Umrichter ‚SD4M‘ finden aufgrund der geringen Motorerwärmung in Kombination mit dem hohen Systemwirkungsrad unter anderem in Turboverdichtern und Turbokompressoren Anwendung. Zudem reduziert der Wegfall von Motordrosseln bzw. Sinusfiltern das Bauvolumen und die Herstellungskosten des Gesamtsystems. Auch der SD4M bietet die Regelungsfunktion für IPM-Motoren. Es stehen Versionen für AC- und DC-Einspeisung in einem Leistungsbereich von 70 bis 500 kVA zur Verfügung. Die Versionen mit DC-Einspeisung ermöglichen dabei den Einsatz in generatorischen Anwendungen wie Flywheel oder Mikrogasturbinen.

Der besonders kompakte ‚SD4B‘ eignet sich sowohl für den Einsatz als hochdynamischer Servoverstärker für den Betrieb von rotativen und linearen Niedervolt-Servomotoren als auch für einen optimierten Betrieb von hochdrehenden Niedervolt-Synchron- und Asynchronmotoren. Im Hochgeschwindigkeitsbereich ermöglicht der Nachfolger des SD2B plus einen sensorbehafteten Betrieb von Motoren mit überlagerter Synchronisationsfunktion auf Basis von 24 V-Synchronisations-Signalen. Auf diese Weise lassen sich mehrere Hochgeschwindigkeitsmotoren im Master-/Slave-Betrieb winkelsynchron betreiben, was beispielsweise im Bereich der optischen Systeme hilfreich ist. Die robuste Drehzahlregelung erlaubt dabei auch hohe Massenträgheitsverhältnisse von bis zu 1:100 zwischen Motor und Werkzeug.

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