Siemens
Motorstarter für IO-Link
Die Siemens-Division Industry Automation erweitert ihren Kompaktabzweig Sirius 3RA6 um eine Ausführung mit IO-Link. Damit lassen sich zusätzlich zu den Betriebsdaten auch Diagnosedaten via IO-Link an die Steuerung weiterleiten. Dies reduziert den Verdrahtungsaufwand im Steuerstromkreis und vereinfacht die anlagenweite Diagnose.
Der Kompaktabzweig 3RA6 vereint die Funktion eines Leistungsschalters, eines elektronischen Überlastrelais und eines Schützes. Er ist bereits mit AS-Interface verfügbar, das für im Feld verteilte Sensoren und Aktoren geeignet ist. Mit der neuen Ausführung lassen sich bis zu vier der Kompaktabzweige platzsparend aneinanderreihen und über den standardisierten IO-Link über 3-Leiter-Anschluss an einen IO-Link-Master anbinden, zum Beispiel an das Elektronikmodul 4SI IO-Link der dezentralen Peripherie ET200S. Die sonst nötige Steuerstromverdrahtung der vier Motorstarter wird dabei durch einen IO-Link ersetzt.
Ergänzend zu den Betriebsdaten lassen sich Meldefunktionen wie Kurzschluss, Lebensdauerende und Endlage übertragen. Dies ermöglicht eine hohe Informationsdichte im Nahbereich und vereinfacht die anlagenweite Diagnose bis in die Feldebene. Der Master sendet Diagnose- und Betriebsdaten an eine übergeordnete Steuerung, etwa eine Simatic S7. Dort lassen sich die Diagnosedaten mittels eines HMI beziehungsweise über ein Visualisierungssystem wie WinCC als Klartextanzeige darstellen.










