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Artikel und Hintergründe zum Thema

Elektromobilität / Energiespeicher

Von Steffi Eckardt | Davina Spohn,

'Ikeba' visiert höhere Reichweite von Elektroautos an

Eine Schwachstelle elektrischer Antriebe sind die Batteriesysteme: Derzeitige Energiespeicher erzielen keine großen Reichweiten. Deutlich verbessern ließe sich diese Bilanz durch eine optimale Ausnutzung der gespeicherten Energie - mit diesem Ziel haben Fraunhofer Forscher zusammen mit Industriepartnern das Projekt 'Ikeba' ins Leben gerufen.

Damit etwa der Volkswagen e-up! in Zukunft eine größere Reichweite hat, soll die Energieausnutzung der eingebauten Lithium-Ionen-Batterie erheblich verbessert werden.

© Volkswagen

Die in Elektrofahrzeugen eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien haben noch deutliche Reserven was die Ausnutzung der Energie und eine mögliche Energieeinspeisung angeht, so die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS), Institutsteil Entwurfsautomatisierung EA. Würden die Kapazitäten in jeder einzelnen Batteriezelle optimal ausgenutzt, ließe sich mehr Ladung einspeisen und auch wieder abrufen. Dadurch wäre es bereits möglich, die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) zuammen mit den Projektpartnern daran, die Soft- und Hardware von Management-Systemen zu optimieren, die die aufladbaren Batterien überwachen und regeln. Sie arbeiten an neuen Verfahren, um zuverlässigere mikroelektronische Schaltungen für diese Systeme zu entwickeln. Dabei stehen virtuelle Entwurfs- und Simulationsverfahren im Mittelpunkt. Sie sollen es ermöglichen, Management-Systeme zu etablieren, die den jeweiligen Batteriezustand genauer ermitteln und kritische Situationen früher erkennen. Faktoren, die Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Energiespeicher haben, wie die Temperatur, ihr Ladezustand oder ihre Alterung, sollen damit zuverlässig registriert werden.

Durch darauf abgestimmte Lade- und Entladealgorithmen wird die gespeicherte Energie besser genutzt und so die Dauer bis zum nächsten notwendigen Aufladen eines Elektrofahrzeugs signifikant erhöht. Auch die Lebensdauer einer Batterie verlängert sich durch ihre optimierte Nutzung. Außerdem erkennt ein solches Management-System rechtzeitig fehlerhaftes Verhalten und Ausfälle einzelner Zellen, wodurch die Batterien zuverlässiger und sicherer funktionieren.

Das Projekt 'Ikeba' läuft bis 2016. Die Koordinierung hat der Automotive-Spezialist Atmel Automotive übernommen. Neben dem Fraunhofer-IIS sind weitere Projektpartner der Automobilzulieferer Hella, das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert 'Ikeba' mit insgesamt 4,4 Millionen Euro. Die Förderung ist Teil der Maßnahme 'Energieeffiziente und sichere Elektromobilität' im Programm 'IKT 2020 – Forschung für Innovation'. 'Ikeba' hat ein Gesamtvolumen von 6,8 Millionen Euro.

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