Geschäftszahlen 2025
Schaeffler hält Umsatz nahezu stabil
Die Schaeffler hat 2025 einen Umsatz von 23,5 Mrd. Euro erzielt und das EBIT vor Sondereffekten auf 936 Mio. Euro erhöht. Der Free Cash Flow lag mit 266 Mio. Euro deutlich über Vorjahr und Prognose. Das Konzernergebnis blieb wegen hoher Einmalaufwendungen negativ.
Im Geschäftsjahr 2025 sank der Umsatz im Pro-Forma-Vergleich währungsbereinigt um 0,6 % auf 23.492 Mio. Euro, nach 24.313 Mio. Euro im Vorjahr. In den Regionen Americas und Asien/Pazifik stiegen die Erlöse währungsbereinigt um 2,4 beziehungsweise 5,1 %. In Europa und Greater China gingen sie um 2,3 beziehungsweise 4,2 % zurück.
Das EBIT vor Sondereffekten erhöhte sich auf 936 Mio. Euro nach 842 Mio. Euro im Pro-Forma-Vorjahr. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich von 3,5 auf 4,0 %.
E-Mobility wächst, Ergebnis weiter negativ
Die Sparte E-Mobility steigerte ihren Umsatz währungsbereinigt um 7,0 % auf 5.015 Mio. Euro. Besonders stark fiel das Wachstum in Asien/Pazifik mit 22,5 % aus. Der Auftragseingang lag 2025 bei rund 15,5 Mrd. Euro, davon rund 2,0 Mrd. Euro für batterieelektrische Antriebe und 8,8 Mrd. Euro für Hybridantriebe.
Das EBIT vor Sondereffekten verbesserte sich von minus 1,066 Mrd. Euro auf minus 805 Mio. Euro. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag bei minus 16,0 % nach minus 22,1 % im Vorjahr.
Powertrain & Chassis mit zweistelliger Marge
In der Sparte Powertrain & Chassis sank der Umsatz währungsbereinigt um 5,2 % auf 8,900 Mrd. Euro. Das EBIT vor Sondereffekten erreichte 933 Millionen Euro, nach 1,101 Mrd. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag bei 10,5 %.
Vehicle Lifetime Solutions erhöhte den Umsatz um 5,0 % auf 3,038 Mrd. Euro. Das EBIT vor Sondereffekten betrug 450 Mio. Euro, die Marge blieb mit 14,8 % stabil.
Bearings & Industrial Solutions steigerte das EBIT vor Sondereffekten auf 475 Mio. Euro nach 435 Mio. Euro. Die Marge verbesserte sich von 6,7 auf 7,5 % bei einem Umsatz von 6,368 Mrd. Euro.
Neue Geschäftsfelder: Robotik und Verteidigung
Neue Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts bündelt das Unternehmen seit 2025 in der Sparte Others. Bis 2035 sollen bis zu zehn % des Umsatzes aus neuen Wachstumsfeldern stammen, darunter humanoide Robotik und Verteidigung. In diesem Zusammenhang wurden Partnerschaften unter anderem mit Agility Robotics, Neura Robotics, Leju Robotics und Helsing bekannt gegeben.
Free Cash Flow deutlich positiv
Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag bei 266 Mio. Euro nach minus 694 Mio. Euro im Vorjahr und damit über dem Prognosekorridor von 0 bis 200 Mio. Euro. Belastet wurde der Wert durch Restrukturierungs- und Integrationsauszahlungen in Höhe von 242 Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken auf 974 Mio. Euro nach 1,460 Mrd. Euro im Vorjahr.
„In einem anspruchsvollen Umfeld hat die Schaeffler Gruppe ihre Transformation zur weltweit führenden ‚Motion Technology Company‘ mit vier produktorientierten Sparten und acht Produktfamilien erfolgreich fortgesetzt. In unserem Kerngeschäft machen wir gute Fortschritte. Das gilt vor allem für die Sparte E-Mobility, wo wir überdurchschnittlich stark gewachsen sind. Darüber hinaus erschließen wir schrittweise neue Wachstumsfelder in den Bereichen humanoide Robotik sowie Verteidigung mit der strategischen Zielsetzung, bis 2035 bis zu zehn % unseres Umsatzes in neuen Wachstumsfeldern zu generieren. Unser 2024 angekündigtes Programm zur Ergebnisverbesserung setzen wir schneller um als geplant. Auf Basis des starken Free Cash Flows wollen wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre mit einer Dividende von 0,30 Euro am Erfolg der Schaeffler Gruppe beteiligen“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands.
Konzernergebnis durch Sondereffekte belastet
Das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis lag bei minus 424 Mio. Euro. Sondereffekte in Höhe von 572 Mio. Euro, unter anderem für Restrukturierungen und Software-Abschreibungen, belasteten das Ergebnis. Vor Sondereffekten betrug das Konzernergebnis 148 Mio. Euro. Das Ergebnis je Stammaktie lag bei minus 0,45 Euro.
Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 4,915 Mrd. Euro. Der Verschuldungsgrad vor Sondereffekten lag bei 2,1 nach 2,5 im Vorjahr. Weltweit beschäftigte das Unternehmen 110.753 Mitarbeitende.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie vor, nach 0,25 Euro im Vorjahr.
Ausblick 2026
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 22,5 und 24,5 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll zwischen 3,5 und 5,5 % liegen. Der Free Cash Flow vor M&A-Aktivitäten wird in einer Bandbreite von 100 bis 300 Mio. Euro prognostiziert.










