Sieb & Meyer
Frequenzumrichter mit geregeltem Zwischenkreis
Um der durch Frequenzumrichter verursachten Erwärmung von Hochgeschwindigkeitsmotoren und den daraus resultierenden, thermischen Schäden entgegenzuwirken, hat Sieb & Meyer in den Produktreihen SD2S und SD2T Geräte mit geregeltem Zwischenkreis und Pulsamplitudenmodulation (PAM) konzipiert.
Der Unterschied zur konventionellen Ausführung mit fester Zwischenkreisspannung und Pulsweitenmodulation (PWM) der getakteten Leistungsendstufe liegt in dem zusätzlichen geregelten DC/DC-Wandler: Er ermöglicht die variable Regelung der Zwischenkreisspannung. In Kombination mit der PAM kann so eine Ausgangsspannung unabhängig von der Drehfeldfrequenz geliefert werden.
Aus dieser Lösung resultieren grundsätzliche Vorteile: Die blockförmige Ausgangsspannung weist nur geringfügige niederfrequente harmonische Stromanteile auf, die Motorinduktivität ist voll wirksam. Dies reduziert die umrichterbedingten Motorverluste, womit auf externe Motordrosseln komplett verzichtet werden kann. Der Motor wird nur mit der für den Betriebspunkt definierten Spannung beaufschlagt, sodass speziell bei niedrigeren Drehzahlen niedrigere harmonische Oberwellen auftreten. Dies hat eine geringere Erwärmung des Motors zur Folge. Laut Hersteller sind aufgrund der sehr geringen Schaltfrequenz keine Probleme in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) oder die Motor-Isolation zu befürchten.










