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Versionierungs-Software

Warum nicht auch die Prozesse optimieren?

22. Mai 2019, 02:00 Uhr   |  Silke Glasstetter

Warum nicht auch die Prozesse optimieren?
© Andreas Stihl AG & Co. KG

In einer Fertigung von der Größe und Spezialisierung wie bei Stihl müssen die Anlagenbetreiber und Instandhalter den Überblick behalten. Dabei unterstützt eine Versionierungssoftware, welche die Datenhaltung optimiert.

Die Instandhaltung bei Stihl ist zweiteilig organisiert. Jeder Produktionsbereich hat seine Instandhalter-Teams, die mit sehr guter Anlagenkenntnis das Tagesgeschäft betreuen. Übergeordnet gibt es einen zentralen Instandhalter-Pool mit Spezialisten, welche die Teams vor Ort unterstützen, wenn es zeitlich eng wird oder spezielles Know-how gefragt ist. Dabei haben es die Instandhalter der Werke in Waiblingen und Ludwigsburg schon wegen der räumlichen Nähe einfach, sich auszutauschen und Erfahrungen weiterzugeben. Mit den Instandhaltern in der Schweiz, den USA, Brasilien oder China gibt es einen weniger häufigen, allerdings nicht weniger intensiven Austausch, beispielsweise in Workshops oder durch die Mitarbeiter des hauseigenen Betriebsmittelbaus. Dieser hauseigene Betriebsmittelbau, der Fertigungsmittel und Anlagen für die einzelnen in- und ausländischen Werke entwickelt und realisiert, ist einer der Wettbewerbsvorteile von Stihl. 

Im Betrieb hat es – jedenfalls aus Sicht der Instandhalter – den unschätzbaren Vorteil, „dass der Anlagenbauer im Haus und daher schnell verfügbar ist“, wie Thomas Ruppmann, der seit 1991 bei Stihl in der zentralen Elektrokonstruktion tätig ist, anmerkt. „Wenn wir eine Anlage bauen, dann sind wir ein Maschinenleben lang in der Verantwortung. Von daher haben wir bereits bei der Planung und beim Bau ein Interesse daran, dass die Anlage qualitativ hochwertig ist und wenig Probleme bereitet.“ Ziel sei es, eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Produktionsanlagen zu erreichen. Und hierbei unterstützt auch die Versionsverwaltungssoftware ‚Versiondog‘. Der Grund für die Einführung des Tools im Jahr 2009 war nicht so sehr der Leidensdruck bei der Suche nach der jeweils aktuellen Softwareversion, sondern das Bestreben, Prozesse zu optimieren. 

Nach und nach wurden alle Anlagen und Bereiche der Produktion implementiert. Heute sind es etwa 220 User, die am Stammsitz in Waiblingen mit dem Tool arbeiten. Dabei geht es nicht nur um die Fertigung selbst – obwohl Produktionsanlagen den Schwerpunkt bei der ‚Versiondog‘-Nutzung ausmachen –, sondern auch die Gebäudetechnik, die damit arbeitet: Schaltpläne sind ebenso abgelegt wie Programme zur Lüftungs- oder Lichtsteuerung. Darüber hinaus legen die Verantwortlichen für die Qualitätssicherung darin die Prüfvorschriften ab.
 

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1. Warum nicht auch die Prozesse optimieren?
2. Vergabe von Zugriffsrechten
3. 3000 Anlagen archiviert
4. Akzeptanz ist hoch

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