Schwerpunkte

ERP as a Service

SaaS-Studie identifiziert Problemzonen

01. Januar 1970, 01:00 Uhr   |  Stefan Kuppinger

Heiße Luft oder zukunftweisendes Konzept? Diese Frage war der Aus-gangspunkt einer Studie über Software-as-a-Service (SaaS) die das Forschungsinstitut für Rationalisierung der RWTH Aachen (FIR) und die Trovarit AG gemeinsam durchgeführt haben.

Flächendeckende Bereitstellung über Internet, Kostentransparenz, Flexibilität im Hinblick auf Nutzungsumfang und -dauer sowie die Entlastung der innerbetrieblichen IT - das sind die Argumente, die laut der Teilnehmer an der Studie „ERP as a Service" für die Nutzung von Business Software über Internet sprechen. Als Gegenargumente wurden die Abhängigkeit vom Service-Anbieter, Schnittstellenprobleme und Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit genannt. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie „ERP-as-a-Service", die von der Trovarit AG in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen durchgeführt wurde. Ziel war, eine belastbare Antwort auf die Frage zu erhalten, ob und unter welchen Umständen das SaaS-Konzept sinnvoll für ERP oder andere Business Software genutzt werden kann. 400 Teilnehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistung haben den Fragebogen zwischen Mitte August und Ende Oktober 2009 vollständig beantwortet.

Das relativ junge Konzept „Software-as-a-Service" ist offenbar noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen; seine Bedeutung und Potenziale nicht bekannt. Anders lässt sich die Studie nicht interpretieren: Lediglich 31,3 Prozent der Studienteilnehmer konnten den Begriff gut erklären. Alle anderen tappen mehr oder weniger im Dunkeln. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass immerhin 20 Prozent der Befragten dem SaaS-Ansatz im Bereich integrierte ERP-Software eine Zukunft attestieren. Ein größerer Teil der Studienteilnehmer ist jedoch davon überzeugt, dass SaaS-Lösungen ihre Vorteile am ehesten in Anwendungsfeldern mit formalisierten oder relativ einfachen Abläufen ausspielen können, beispielsweise im CRM oder Projektmanagement. Aktuell haben bereits 11 Prozent der befragten Unternehmen eine SaaS-Lösung in verschiedenen Business Software-Kategorien im Einsatz.

Die Einschätzung von „ERP-as-a-Service" wird sehr stark von der Unternehmensgröße beeinflusst: Kleinere Unternehmen stehen den Gegenargumenten wesentlich weniger kritisch gegenüber als große Mittelständler oder Konzerne. Vor allem der geringere Aufwand für die IT-Abteilung ist für kleinere Unternehmen ein wichtiges Argument für den Einsatz einer SaaS-Lösung - auch im ERP-Bereich.

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1. SaaS-Studie identifiziert Problemzonen
2. Weitere Ergebnisse der Studie im Überblick

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