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T-Systems und GFT

Partnerschaft für Fertigung der Zukunft

15. April 2021, 09:11 Uhr   |  Inka Krischke

Partnerschaft für Fertigung der Zukunft
© T-Systems/ iStock

T-Systems und GFT arbeiten im industriellen Internet der Dinge (IIoT) zusammen. Gemeinsam bieten sie der Fertigungsindustrie Lösungen für die Analyse von großen Maschinen-, Produktions- und Planungsdaten an: Ende-zu-Ende und direkt in der Produktionshalle.

Die Partner verbinden die Digital-Twin-Plattform ‚sphinx open online‘ von GFT mit Edge Computing von T-Systems und künstlicher Intelligenz aus der Cloud. Unternehmensangaben zufolge werden Fehler in der Produktion bis zu 300 % schneller erkannt.

In einer smarten Fabrik entstehen zunehmend große Datenmengen. Auf Basis der Analyse-Ergebnisse dieser Daten können Fertiger Prozesse anpassen und optimieren. Mit einer vorausschauenden Wartung verhindern sie teure ungeplante Ausfallzeiten in der Produktion. Damit Unternehmen diese Daten in Echtzeit auswerten können, brauchen sie normalerweise hohe Netzkapazitäten zwischen Produktionshalle und zentralem Rechenzentrum. Dort werden sie ausgewertet und die Ergebnisse wieder in die Produktion zurückgespielt. Die integrierte Lösung von T-Systems und GFT auf Basis von Edge Computing und IIoT bietet neue Anwendungsfelder für eine smarte Fertigung.

In der gemeinsamen Lösung von GFT und T-Systems erfassen Sensoren Zustandsdaten lokal und in Echtzeit an den einzelnen Anlagen. Die Daten werden parallel, aber zeitunkritisch, über kleinere Bandbreiten in ein zentrales Rechenzentrum oder über 5G-Netze in die Cloud gesendet. Aufgrund der deutlich geringeren Bandbreite sinken die Kosten für den Datentransfer um bis zu 70 %. Die Lösung analysiert die erfassten Daten in der Edge und identifiziert Optimierungspotenziale mithilfe künstlicher Intelligenz (KI).

„Bisher mussten Fertiger mehrere Dienstleistungen, Software und Hardware selbst zu einer Gesamtlösung zusammenschnüren. Dank unserer Partnerschaft mit GFT bekommen sie das ganze Paket jetzt aus einer Hand“, sagt Frank Strecker, verantwortlich für das Public-Cloud-Geschäft von T-Systems. „Edge Computing von uns, Datensammlung, Digitaler Zwilling und KI-Analyse von GFT - so können wir die Produktionshalle mit dem Rechenzentrum verbinden. Wir bieten auch eigene Public- und Private Cloud-Services. Oder der Kunde entscheidet sich für die Public Cloud unserer Partner AWS, Microsoft Azure oder Google.“

Mit ‚sphinx open online‘ überwachen Unternehmen ihre Anlagen und steuern sie auch vollautomatisch an. Sie bekommen zum Beispiel Informationen über Betriebszustände wie Temperaturen oder Druck, aber auch Ressourcenverbrauch oder den aktuellen Output. Dafür werden aus allen relevanten Quellen Daten in ein gemeinsames Modell überführt („Model in the Middle“). In ‚sphinx open online‘ entstehen daraus digitale Zwillinge. Diese virtuellen Abbilder steuern Anlagen automatisch. Mit den Digital Twins lassen sich darüber hinaus weit reichende Simulationen erstellen. Anwender können ganze Anlagen und Fertigungsprozesse umbauen und die Auswirkungen prüfen, ohne eine einzige Maschine physisch berühren zu müssen. Die Simulationen zeigen Optimierungspotenziale auf. Im Abgleich mit definierten Parametern und Regeln können diese Optimierungen automatisch umgesetzt werden. Zum Beispiel um gezielt Prozesse anzupassen oder notwendige Wartungsfenster genauer zu planen. Manuelle Eingriffe sind nicht mehr nötig, denn alle Maßnahmen werden in Echtzeit in die Industrieanlage zurückgeführt und angewendet.

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