Schwerpunkte

FDT/DTM vs. EDDL

Geräte-Integration – die Realität

24. April 2008, 00:00 Uhr   |  Stefan Kuppinger

Geräte-Integration – die Realität

Seit Jahren diskutieren Experten, welche Technologie für die Geräte-Integration in Leitsysteme die bessere ist, Field Device Tool/Device Type Manager – FDT/DTM oder Enhanced Device Description Language – EDDL? Die niederländische Anwendervereinigung WIB hat in einem ausführlichen Praxistest beide Technologien untersucht.

Von Dr. Bindert Douma, Achim Laubenstein

Ende 2006 hat die Arbeitsgruppe Feldbus der WIB (International Instrumentation Users Association) ein Testprojekt aufgesetzt, um die Eigenschaften der DDL/EDDL – mit und ohne den so genannten Erweiterungen – und FDT/ DTM-basierten Geräte-Integrationen aus Anwendersicht zu bewerten. Ziel war es, die gegenwärtige Funktionalität beider Technologien anhand von FF-Geräten (Foundation Fieldbus) zu vergleichen. Untersucht wurden der Zugriff auf Gerätedaten und die Effektivität bei verschiedenen Inbetriebnahme- und Wartungssituationen. Das Projekt wurde im Testlabor von Shell Global Solutions International in Amsterdam durchgeführt und von der FDT-Group fachlich begleitet.

Da der Begriff EDDL häufig auch als Abkürzung für Electronic Device Description Language genutzt wird, verwendet die WIB zur eindeutigen Unterscheidung zwischen DDL/EDDL (ohne Erweiterungen) die Bezeichnung eEDDL (mit Erweiterungen oder „enhanced“) in ihrem Test.

Zu Beginn des Tests Anfang 2007 war die eEDDL-Spezifikation erst kurze Zeit freigegeben, so dass nur wenige Produkte für den Praxis-Test zur Verfügung standen, die deren erweiterten Funktionsvorrat unterstützten. Für den Test war das jedoch ausreichend. Schließlich sollten nicht möglichst viele Geräte und Systeme untersucht werden, sondern die Eigenschaften und Möglichkeiten der beiden Technologien zur Geräte-Integration anhand einiger Gerätetypen. Der WIB-Testaufbau umfasste Prozessleitsysteme und Asset-Management-Tools verschiedener Hersteller, von denen nicht alle FDT und eEDDL unterstützen.

Unterstützt wurden die Prozessleitsysteme

  • Emerson Delta V (DDL, eEDDL),
  • Invensys IACC (DDL, eEDDL, FDT)
  • Yokogawa CS 3000 (DDL, FDT)

sowie die Asset-Management-Tools

  • Metso Fieldcare (FDT),
  • Yokogawa Fieldmate (DD, FDT)
  • Pepperl+Fuchs Pactware (FDT).

Die Feldgeräte wurden über ein Feldbus-Netzwerk (Foundation Fieldbus) an die Leitsysteme beziehungsweise Asset-Management-Tools gekoppelt. Auf der Geräteseite standen ein Multivariablen-Messumformer von Yokogawa und elektropneumatische Stellungsregler (Positioner) der Firmen Emerson, Invensys und Metso für den Test zur Verfügung. Abhängig von den jeweils unterstützten Integrationstechnologien ergaben sich 35 mögliche Testkombinationen von denen 31 untersucht wurden. Nicht getestet wurde DDL in Fieldmate.

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1. Geräte-Integration – die Realität
2. 31 Geräte-/Leitsystem-Kombinationen im Test
3. Technologie-Mix ist Pflicht

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