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Fabriken schneller digitalisieren

22. November 2021, 17:07 Uhr | Meinrad Happacher
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Microsoft ruft jetzt mit Partnern eine Brancheninitiative für die Digitalisierung der Fertigungsindustrie ins Leben. Ziel ist: Die Entwicklung neuer Lösungen für das industrielle Internet der Dinge soll schneller, effizienter und zuverlässiger vonstatten gehen.

Thorsten Cleve
Thorsten Cleve: »Wir können schon existierende skalierbare Referenzimplementierungen für die wichtigsten Aufgaben der Fertigungsindustrie zeigen.«  
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Aufgabe der Brancheninitiative ist, wiederholbare Referenzimplementierungen von häufig benötigten Industrie-Anwendungsfällen für Unternehmenskunden zu entwickeln. Hierzu gehen Experten von Microsoft Industry Solutions Consulting gemeinsam mit den Partnern zu den Kunden und setzen dort zusammen die neuen Lösungen um. »Dieser besondere Service steht auch für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Fertigungsindustrie bereit«, betont Thorsten Cleve, Director Manufacturing, Chemicals & Lifescience bei Microsoft Deutschland ausdrücklich.
Der Nutzen für die Kunden, laut Cleve: Schon jetzt stehen zuverlässige und skalierbare Referenzimplementierungen für die wichtigsten Aufgaben der Fertigungsindustrie bereit und man kann sie sofort einsetzen. Deshalb erfordern sie nur geringe Anfangsinvestitionen und führen zu einem schnellen Return-on-Investment. Außerdem lassen sich neue IIoT-Geschäftsmodelle damit viel schneller umsetzen: »Die digitale Transformation funktioniert am besten, wenn wir sie gemeinsam bewältigen und sich die besten Lösungen durchsetzen können. So wird in der gesamten Industrie für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit gesorgt.«
Der Ansatz von Microsoft Deutschland und seinen Partnern entspricht den Ergebnissen der IDC-Studie ´Industrial IoT in Deutschland 2021`. »Im Branchenvergleich führen Fertigungsunternehmen bei IIoT-Anwendungen das Feld an«, erklärt der Studienautor Marco Becker, Senior Consultant bei IDC Deutschland. »Besonders Use Cases aus den Bereichen Fernwartung und Steuerung sowie Produktionsplanung und Supply Chain Management sind für Fertigungsunternehmen von hohem Interesse. Leicht übertragbare Referenzen machen es Anwendern leicht, das eigene traditionelle Geschäftsmodell auf neue Varianten zu übertragen und zu erweitern. Ihre Ausarbeitung bietet also einen echten Wettbewerbsvorteil.«

Zehn gefragte Szenarien

Im Rahmen der Initiative existieren bereits für zehn Anwendungsfälle Partnerlösungen: Diese Fälle betreffen die automatische Qualitätskontrolle, die Bestimmung der Overall Equipment Efficiency (OEE), das Schaffen von Prozessinformationmanagementsystemen, die Anomalie-Erkennung, die Vibrationsüberwachung, die Zustandsüberwachung, die Bestimmung des Energieverbrauchs, den Einsatz von Automated Guided Vehicles (AGV), das Abfallmanagement und die Bottleneck Analysis.

Zusätzlich entwickelt Microsoft mit den Partnern derzeit noch weitere Lösungen für Aufgabenstellungen wie ´Remote Assist`, ´Asset Connectivity`, Produktionsplanung und -optimierung oder das grundsätzliche Bereitstellen einer Datenplattform.
 

Die Partner

Das Spektrum der Partner reicht, so Cleve, »von globalen Consulting-Unternehmen über hoch spezialisierte Technologie-Experten bis hin zu Ansprechpartnern für kleinere Mittelständler.« Zu den Partnern gehören unter anderem Accenture, All for One, AVEVA, CloudRAIL, Crate.io, DnA Industry Solutions, EY, ITA Academy GmbH, o9 Solutions, PTC, PwC, Robotron, Sight Machine und TTTech Industrial.


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