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Cloud-Technologien

Das Projekt GAIA-X

30. Oktober 2019, 11:13 Uhr   |  Meinrad Happacher

Das Projekt GAIA-X
© Fotolia / Kalinovsky Dmitry / Aleksandr Bedrin

Kann GAIA-X zum Grundstein einer europäischen Dateninfrastruktur der nächsten Generation werden?

GAIA-X ist gestartet! Das war die Botschaft auf dem Digitalgipfel am 29. Oktober in Dortmund. Ziel des Digital-Großprojektes ist der Aufbau einer europäischen Cloud zur sicheren Digitalisierung und Vernetzung der Industrie.

Was steckt hinter GAIA-X? Vertreter der deutschen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft wollen gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern die nächste Generation einer Dateninfrastruktur für Europa schaffen: Eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur, die den höchsten Ansprüchen an digitale Souveränität genügt und Innovationen fördert. Das Projekt dient als Wiege eines offenen und transparenten digitalen Ökosystems, in dem Daten und Dienste verfügbar gemacht, zusammengeführt und vertrauensvoll geteilt werden können. – So der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie formulierte Anspruch des Projektes.

Ziel ist die Vernetzung dezentraler Infrastrukturdienste zu einem homogenen, nutzerfreundlichen System. Die daraus entstehende Dateninfrastruktur soll sowohl die digitale Souveränität der Kunden von Cloud-Dienstleistungen als auch die Skalierungsfähigkeit und Wettbewerbsposition europäischer Cloud-Anbieter stärken.

Aber kann ein solches Projekt wirklich eine Cloud-Infrastruktur schaffen, die den etablierten Cloud-Plattformen marktbeherrschender Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google Paroli bieten kann?  Auf den ersten Blick vermittelt GAIA-X eher den Eindruck eines bürokratischen, politisch motivierten Forschungsmonsters.